Banco Popolare prüft Kapitalerhöhung von 1 Mrd. Euro

Das italienische Geldhaus Banco Popolare überprüft eine Kapitalerhöhung von bis zu 1 Mrd. Euro. Damit will die Bank aus Verona die Zustimmung der Europäischen Zentralbank (EZB) für die geplante Fusion mit dem börsennotierten Konkurrenten Banco Popolare di Milano (BPM) erhalten, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Dienstag.

Die Maßnahme könnte bei einer am Mittwoch geplanten Board-Sitzung beschlossen werden. Die Kapitalerhöhung soll hauptsächlich institutionellen Anlegern, vor allem den Bankenstiftungen Carilucca und Cariverona, vorbehalten werden. Auch BPM könnte sich von einigen Assets trennen, um die Kapitaldecke zu stärken.
Die monatelangen Verhandlungen zwischen den Finanzinstituten über einen Zusammenschluss zur drittgrößten Bank Italiens gerieten ins Stocken, nachdem die EZB höhere Kapitalpolster gefordert hatte. Klappt die Fusion, könnte dies Experten zufolge weitere Übernahmen in der nach wie vor zersplitterten Bankenbranche des Landes auslösen. Experten sehen einen Zusammenschluss der beiden Volksbanken als wichtigen Schritt zur Reform des Sektors.
Die italienische Notenbank klagt inzwischen wegen der Schwäche mehrerer Genossenschaftsbanken in Italien. 50 kleinere Banken seien wegen der niedrigen Kapitaldecke gefährdet, warnte Notenbankchef Ignazio Visco. Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan drängte zu einer Konzentration. "Das italienische Bankensystem ist zu stark fragmentiert. Es besteht noch aus zu vielen Banken kleiner und mittlerer Dimensionen", klagte der Minister. Die Regierung in Rom bemüht sich, mit einer Reform Zusammenschlüssen unter Banken zu fördern.

Washington/Berlin (APA/dpa)Die deutsche Industrie hat die geplante massive Senkung der Unternehmensteuern in den USA als "absolute Kampfansage" bezeichnet. Die Folge wären Wettbewerbsverzerrungen, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
 

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US-Steuersenkungen für Unternehmen "Kampfansage"

Brüssel (APA/dpa/AFP) - Die wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden verlängert. Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten am Donnerstagabend in Brüssel, wie EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter mitteilte.
 

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EU verlängert Wirtschaftssanktionen gegen Russland

Berlin/London (APA/Reuters) - EU-Budgetkommissar Günther Oettinger bezweifelt, ob die britische Premierministerin Theresa May ihre Brexit-Zusagen letztlich durchsetzen kann. Angesichts der Fortschritte in den bisherigen Verhandlungen könne die Kommission zwar vorschlagen, über die Ausgestaltung der künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien zu sprechen, sagte Oettinger am Freitag dem Deutschlandfunk.
 

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Brexit - Oettinger: Können bei Mays Zusagen nicht ganz sicher sein