Bananen und Kakao ließen Fairtrade-Umsatz 2017 in Österreich steigen

Wien (APA) - Ein deutliches Absatzplus bei Bananen und Kakao für Süßwaren haben den geschätzten Umsatz von Fairtrade zertifizierten Produkten in Österreich im Jahr 2017 um 13 Prozent auf 304 Mio. Euro steigen lassen. Vor 25 Jahren startete Fairtrade in Österreich mit dem Verkauf von Kaffee. In den folgenden Jahren nahm man unter anderem Kakao, Bananen, Rosen, Baumwolle und Zucker ins Programm.

In Österreich wolle man derzeit keine neuen Produkte listen, sondern den Absatz der bestehenden Produktgruppen steigern, sagte Fairtrade-Österreich-Geschäftsführer Hartwig Kirner zur APA. Nur rund ein Drittel der Produktion von Fairtrade zertifizierten Kleinbauern und Plantagen könne unter dem Fairtrade-Siegel verkauft werden. Die Fairtrade-Bananenverkäufe stiegen hierzulande um 12,5 Prozent auf 23.222 Tonnen, bei Kaffee gab es ein Plus von 5 Prozent auf 3.844 Tonnen.

In Österreich wurden 2017 rund 2.535 Tonnen Fairtrade-Kakaobohnen (+11,6 Prozent) für Schokoladenwaren eingekauft, etwa von Manner, Heidi Schokolade/Schwedenbomben und Handelseigenmarken. Der Fairtrade-Österreich-Chef will in den nächsten zwei Jahren das Kakogeschäft in Österreich noch kräftig ausbauen.

Das Fairtrade-Siegel wird an Produkte vergeben, bei denen gewährleistet ist, dass Kleinbauern und Plantagenarbeiter angemessene Preise erhalten und unter fairen Bedingungen arbeiten. Außerdem soll vor Ort in Bildungs- und Entwicklungsprojekte investiert und umweltfreundlich produziert werden. Fairtrade steht in Konkurrenz zu anderen Nachhaltigkeitssiegeln wie Rainforest Alliance und UTZ.

Der Fairtrade-Umsatz in Österreich verteilte sich 2017 auf Schokolade/Süßwaren (44 Prozent Umsatzanteil), Bananen (16 Prozent) Fruchtsäfte und alkoholfreie Getränke (14 Prozent) und Kaffee/Heißgetränke (13 Prozent). Mit großem Abstand folgen Rosen (5 Prozent), sowie Baumwolle (4 Prozent). Nach Vertriebsschienen aufgeteilt wird der Großteil des Fairtrade-Umsatzes hierzulande im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten gemacht (76 Prozent), gefolgt vom Fachhandel inklusive Weltläden (17 Prozent) und Gastronomie/Büros (7 Prozent).

Trotz geringem Umsatzanteil zeigte sich der Fairtrade-Österreich-Geschäftsführer mit der Entwicklung in der Gastronomie zufrieden. Kürzlich wurde das Catering in den ÖBB-Zügen und den Rosenberger-Autobahnraststätten auf Fairtrade-Heißgetränke umgestellt.

Im Schnitt gab im vergangenen Jahr jeder Österreicher geschätzt rund 34 Euro für Fairtrade-Produkte aus. Österreich liegt bei den Pro-Kopf-Ausgaben auf Platz 5. Auf Rang 1 liegt die Schweiz mit 83 Franken (70 Euro) pro Kopf.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia