Bahnfahren in Österreich immer beliebter

Wien (APA) - Die Österreicher fahren gerne mit der Bahn. Seit 2005 sind die gefahrenen Kilometer um 40 Prozent gestiegen, berichtete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Donnerstag. Fast 13 Milliarden Kilometer haben die Fahrgäste im Vorjahr mit den 16 Bahnunternehmen in Österreich zurückgelegt.

"Im Schnitt werden jeden Tag mit Österreichs Bahnen rund 36 Millionen Kilometer gefahren, wodurch die Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer Österreichs Straßen stark entlasten", sagte VCÖ-Experte Markus Gansterer. Seit dem Jahr 2013 ist Österreich beim Bahnfahren Spitzenreiter in der EU. In keinem anderen EU-Land wird laut VCÖ pro Einwohner so viel mit der Bahn gefahren.

"So erfreulich diese Entwicklungen sind, das aktuelle Bahnangebot reicht aber bei weitem nicht aus. Die Ballungsräume leiden bereits heute unter großen Verkehrsproblemen und werden zukünftig sowohl an Bevölkerung als auch Arbeitsplätzen stark wachsen. Vor allem rund um Graz, Linz, Salzburg und Wien braucht es rasch häufigere Bahnverbindungen", meinte Gansterer. Mangelnde Bahnverbindungen führen dazu, dass autofahrende Pendler im Stau stehen und der Wirtschaftsverkehr behindert werde. "Verzögerungen beim Ausbau und der Modernisierung der Bahninfrastruktur werden rasch zu Engpässen führen, in Folge auch auf der Straße", so VCÖ-Experte Gansterer.

Zudem bestehe nach Angaben des VCÖ Aufholbedarf in den Regionen. Viele der 124 regionalen Zentren seien nur mangelhaft mit der Bahn erreichbar. "Gute Bahnverbindungen stärken Regionen. Sie legen stärker an Bevölkerung zu, gleichzeitig sinkt die teure Abhängigkeit vom Auto", betont Gansterer. So gab es in der Steiermark nach Einführung der S-Bahn im Jahr 2007 in den S-Bahngemeinden ein deutlich stärkeres Bevölkerungswachstum als in vergleichbaren Gemeinden ohne S-Bahn. Die S-Bahngemeinden legten in den vergangenen zehn Jahren um 5,5 Prozent an Bevölkerung zu, die Vergleichsgemeinden nur um ein Prozent. Auch in Tirol ging die Einführung der S-Bahn mit einem verstärkten Bevölkerungswachstum in den Gemeinden einher.

Ein weiterer Vorteil des Bahnfahrens: Der Energieverbrauch und die Treibhausgas-Emissionen könnten damit in den kommenden Jahren zu reduzieren werden. "Das ist nur erreichbar, wenn deutlich mehr Fahrten mit der Bahn statt mit dem Auto zurückgelegt werden. Bis zum Jahr 2030 sollte in Österreich doppelt so viel mit der Bahn gefahren werden wie heute", sagte Gansterer. Damit hätte Österreich jenes Niveau überschritten, das die Schweiz schon heute hat. In der Schweiz werden pro Person rund 2.500 Kilometer mit der Bahn gefahren.

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

Newsticker

US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

Newsticker

Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen