BaFin-Chef: Risiko neuer Finanzkrise gering

Berlin - Der Präsident der deutschen Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Felix Hufeld, hält das Risiko einer neuen internationalen Finanzkrise angesichts der jüngsten Börsenturbulenzen für sehr gering. "Die Situation heute ist definitiv nicht mit 2008 vergleichbar", sagte Hufeld im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe).

Die Banken hätten "deutlich mehr Kapital", sagte Hufeld, "und die Zentralbanken stellen viel mehr Liquidität bereit. Es gibt jetzt außerdem im Euroraum eine gemeinsame Aufsicht und eine Behörde für Bankenabwicklung. Wir können jetzt im Krisenfall viel mehr tun."

Die zuletzt rasant fallenden Börsenkurse von Bank-Aktien hält Hufeld für unangemessen: "Die derzeitigen Ausschläge an den Aktienmärkten spiegeln nicht die fundamentalen Fakten wider, so wie wir sie in den Bilanzen sehen." Der Behördenchef, der auch im Entscheidungsgremium der neuen Europäischen Bankenaufsicht bei der EZB sitzt, nimmt die Unruhe aber ernst. "Wir haben ein hypernervöses Marktumfeld. Wir sprechen daher selbstverständlich mit den Instituten. Aber das tun wir ohnehin ständig, und wir glauben nicht an eine krisenhafte Zuspitzung, die mit 2008 vergleichbar wäre."

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro