Badezimmer-Kartell: EU-Gericht bestätigt volle Strafe gegen Sanitec

Luxemburg (APA/dpa) - Wegen der Beteiligung an einem internationalen Badezimmer-Kartell muss die Sanitärfirma Sanitec nach einem Urteil des EU-Gerichts nun doch mit der vollen Strafe rechnen. Die Luxemburger Richter bestätigten am Dienstag eine Geldstrafe von rund 57,7 Mio. Euro gegen das Unternehmen und seine Tochterfirmen (Rechtssachen T-379/10 und T-381/10). Damit revidierte das Gericht sein Urteil von 2013.

Die EU-Kommission hatte 2010 Strafen in Höhe von 622 Mio. Euro gegen 17 Hersteller von Badezimmerausstattungen aus Deutschland und anderen Ländern verhängt. Die Firmen hatten nach Einschätzung der Brüsseler Wettbewerbshüter unerlaubte Preisabsprachen getroffen.

Die Sanitec-Gruppe, zu der unter anderem der deutsche Hersteller Keramag gehört, klagte vor dem EU-Gericht dagegen, woraufhin die Richter die Strafe für das Unternehmen 2013 um gut 7 Mio. Euro herabsetzten. Nachdem die EU-Kommission dieses Urteil beim Europäischen Gerichtshof anfocht, wies der EuGH den Fall zur erneuten Prüfung an das EU-Gericht zurück. Dies sieht es nun als erwiesen an, dass zwei weitere Tochterfirmen der Sanitec-Gruppe an den Kartellabsprachen beteiligt waren.

Sanitec, das seit 2015 zum Schweizer Konzern Geberit gehört, hat zwei Monate Zeit, Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen.

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