AUVA - SPÖ-Gewerkschafter über Sparpläne empört

Wien (APA) - Die SPÖ-Gewerkschafter zeigen sich empört über die bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) geplanten Sparmaßnahmen, die am Dienstag beschlossen werden. Rainer Wimmer, Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) im ÖGB, sprach gegenüber der APA von einem knapp 500-Millionen-Euro-Geschenk an Arbeitgeber und Großindustrie.

Kritik übte Wimmer an den ÖVP-nahen Arbeitnehmervertretern im AUVA-Vorstand, die dem Vernehmen nach dem Sparkonzept von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) und AUVA-Obmann Anton Ofner zustimmen. "Die schwarzen Gewerkschafter verraten die Beschäftigten und Versicherten der AUVA", sagte Wimmer. "Es wird alles so kommen, wie wir befürchtet haben." Jeder fünfte AUVA-Mitarbeiter werde laut Wimmer eingespart, wenn die Vorhaben von Regierung und AUVA-Führung umgesetzt werden.

Wimmer argwöhnt darüber hinaus, dass für die Versicherten auch die Präventionsmaßnahmen massiv zurückgefahren werden. Es werde zu einem Kahlschlag in der Qualität der Versorgung kommen. Darüber hinaus hänge im Falle der Umsetzung des Konzepts auch die Entgeltfortzahlung für Mittelbetriebe bis zu 50 Mitarbeitern sowie die Versicherung und Behandlung von Freizeitunfällen völlig in der Luft.

Mit der geplanten Eingliederung der Unfallkrankenhäuser in eine GmbH bereiteten ÖVP und FPÖ nach Ansicht Wimmers zudem die Privatisierung dieser Spitäler vor. Ein 130-jähriger Grundkonsens zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern werde damit beendet. "Die ÖVP demoliert die älteste Sozialeinrichtung in Österreich", so Wimmer. Die SPÖ-Gewerkschaft will die Pläne jedenfalls nicht kampflos hinnehmen. "Wir werden massiv auftreten und mobilisieren. Sobald die ersten Maßnahmen gesetzt werden, wird es Probleme geben", so Wimmer.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018