AUVA - Reischl kritisiert Einsparung auf Kassenkosten

Wien (APA) - Die Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), Ingrid Reischl, kritisiert die Reformpläne für die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA). "Wenn man Geld entzieht, kann ich es nicht positiv bewerten", sagte sie am Montag auf APA-Anfrage: "Das Ganze ist ein Sparprogramm, es geht um Entlastung der Arbeitgeber."

Das einzig positive sei, dass das Sparvolumen nun nicht mehr 500 Mio., sondern nur noch 430 Mio. Euro betragen solle und nicht mehr sofort anfalle, so Reischl im Vorfeld der AUVA-Vorstandssitzung am Dienstag. Ihre Kritik übe sie "nicht nur als Obfrau der WGKK, die zur Kasse gebeten werden soll", sondern explizit auch als Vorsitzende der Trägerkonferenz im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, betonte sie.

Ähnlich wie die AUVA-Betriebsräte hat auch sie wenig Verständnis für die österreichweite Betriebs-GesmbH, in die die AUVA-Unfallspitäler ausgelagert werden sollen. "Eine Auslagerung ist ein erster Schritt in Richtung Privatisierung", so Reischl: "Die Unfallheilbehandlung ist aber kein Geschäft." Vorteile einer zentralen Führung der Häuser könne man jedenfalls auch ohne Auslagerung erreichen.

Generell sei zu kritisieren, dass das von der Regierung verlangte Konzept auf die moderne Arbeitswelt keine Rücksicht nehme. Viel an Arbeitsunfähigkeit habe heute mit psychischer Belastung zu tun, und um diese kümmere sich die AUVA gar nicht. "Das heißt, ein modernes Konzept einer Unfallversicherung müsste sich um die arbeitsbedingten Krankheiten kümmern." Derzeit liege die Zuständigkeit dafür allein bei der Kranken- und der Pensionsversicherung.

Auch das Argument, dass die AUVA im Bereich der Freizeitunfälle von versicherungsfremden Leistungen zu entlasten sei, ließ Reischl nicht gelten. "Also wenn man von Transparenz im Gesundheitswesen spricht, dann sollte man das für alle Träger sehen", betonte sie, "da könnte die Regierung einiges tun." Die nicht kostendeckende Abgeltung des Wochengeldes sowie des Krankengeldes für Arbeitslose und andere versicherungsfremde Leistungen schlage sich allein bei der WGKK mit rund 70 Mio. Euro und in der gesamten Krankenversicherung mit knapp 300 Mio. Euro pro Jahr zu Buche, nannte sie als Beispiel.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen