Autozulieferer Bosch glaubt an Durchbruch der Elektromobilität

Trotz des noch geringen Interesses an Elektroautos sieht der Autozulieferer Bosch Fahrzeuge mit Batterieantrieb auf dem Vormarsch. "Die Elektrifizierung wird aus ihrer Nische herauskommen", sagte der Chef der Kfz-Sparte von Bosch, Rolf Bulander, am Dienstag auf einer Konferenz des Unternehmens in Boxberg. Größere Verbreitung als reine Elektroautos werden nach Prognose von Bosch aber Hybrid-Fahrzeuge finden, die den Verbrennungsmotor mit Stromantrieb verbinden. Bosch bleibe bei seiner Schätzung, dass bis zum Ende der Dekade weltweit zwölf Millionen Autos oder rund zehn Prozent der globalen Produktion elektrifiziert sein werden im Vergleich zu 1,8 Millionen Autos 2012. Nur 2,5 Millionen davon werden nach Annahme von Bosch aber reine Elektrowagen sein.


Bis 2025 werde der Anteil der Autos mit elektrischem Antrieb auf 15 Prozent aller Neuwagen rasch weiter steigen, prophezeit Bosch. "Vor einigen Jahren wurde diese Schätzung als konservativ belächelt, jetzt heißt es, wir sind zu aggressiv", ergänzte Bulander. Denn bislang sind die Zahlen ernüchternd: 2014 waren von mehr als drei Millionen in Deutschland zugelassenen Neuwagen nur gut 8.500 Elektroautos und knapp 27.500 Hybridfahrzeuge.

Bosch ist einer der großen Zulieferer für Elektromobilität und investiert jährlich 400 Millionen Euro in die Sparte. Getrieben wird das Angebot nach Ansicht von Bulander vor allem von den strengeren CO2-Vorschriften weltweit. In der Europäischen Union dürfen ab 2021 etwa nur noch 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) im Flottendurchschnitt aller Hersteller ausgestoßen werden. Die Branche hofft außerdem, dass der Spaß beim elektrischen Fahren, das schnelles Beschleunigen ermöglicht, die Kunden locken wird. Ein großes Hemmnis der Nachfrage sind noch die höheren Kosten, die begrenzte Reichweite und die lückenhafte Infrastruktur zum Aufladen. Zum sinkenden Preis will Bosch beitragen, indem die Reichweite von Batterien bis 2020 verdoppelt und der Preis zugleich halbiert wird. Die Stuttgarter arbeiten an der nächsten Batteriegeneration in einem Gemeinschaftsunternehmen mit den japanischen Unternehmen Mitsubishi und GS Yuasa.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte