Autonomes Fahren: Startschuss für steirisches "ALP.Lab"

Graz (APA) - Das Grazer "ALP.Lab" - die zentrale steirische Einheit zur Erforschung des autonomen Fahrens - ist heute, Freitag, offiziell eröffnet worden. TU-Graz-Vizerektor Horst Bischof übergab Thomas Zach symbolisch ein Lenkrad. Der Geschäftsführer hofft, dieses in weiter Zukunft nicht mehr beim Fahren zu brauchen, und schilderte im Rahmen der "Autocontact 2017" des ACstyria die Aufgaben des "ALP.Lab".

Die fünf Hauptpartner der "Austrian Light Vehicle Proving Region for Automated Driving" sind AVL List, Magna Steyr, das Kompetenzzentrum Virtual Vehicle (vif), Joanneum Research und die TU Graz. Magna übernahm die Gesamtkompetenz und wird sich mit dem Tochterunternehmen Telemotive AG beispielsweise um die Datenverarbeitung kümmern. Pro Testtag fallen derzeit mehrere Gigabyte an Daten aus den Fahrzeugen, der Umgebung und anderen Faktoren an. Das Volumen des Datenaufkommens wird künftig auch noch steigen und ein bis zwei Terabyte pro Stunde betragen, rechneten die Experten vor.

AVL List wird die Daten in die virtuelle Welt einspeisen und damit Teststände entwickeln, mit denen digital Szenarien deutlich schneller durchgespielt werden können, als in der Realität. Auf der realen Straße würden die Tests etwa acht Jahre dauern. Digital können sie auf eine Dauer von zwei Jahren reduziert werden, schilderte Zach. AVL liefert auch kombinierte Prüfstände, bei denen reale Fahrzeuge mit der virtuellen Umgebung verknüpft werden.

Die Autobahngesellschaft Asfinag ist ebenfalls als Partner mit dabei und steuert Infrastruktursensorik in Form von Video- und Datennetzwerken bei. Diese ergänzen die Daten aus den Fahrzeugen, die unter anderem auf den öffentlichen Teststrecken in der Steiermark gesammelt werden.

Das "Herz" des "ALP.Lab" seien die Daten und die "Cloud", in die sie eingespielt werden, meinte der Geschäftsführer. Während die Gesellschaft die Infrastruktur und die Planung für die Tests zur Verfügung stellt, definieren die Partner und Kunden, was sie brauchen, machen ihre Tests selber und werten diese auch selber aus.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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