Autobauer offen für Partner im Kampf um Nokia-Kartendienst

Espoo/Ingolstadt/München - Im milliardenschweren Rennen um den Kartendienst von Nokia kann sich Audi weitere Autobauer als Partner für ein gemeinsames Kaufangebot vorstellen. Das Bieter-Konsortium, das bisher aus den drei Oberklasse-Produzenten Audi, BMW und Daimler besteht, sei offen für weitere Hersteller, sagte Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg am Freitag.

Unklar blieb, welche Unternehmen dafür infrage kommen und ob es bereits Gespräche gibt. Die deutschen Hersteller hoffen, gemeinsam im Übernahmekampf um den in Europa führenden Navigationsanbieter Nokia Here Rivalen wie den umstrittenen US-Fahrdienstanbieter Uber, an dem Google beteiligt ist, und den Internet-Konzern Facebook auszustechen. Insidern zufolge haben die drei Autobauer bereits den US-Finanzinvestor General Atlantic ins Boot geholt.

Nokia hatte Here im vergangenen Monat zum Verkauf gestellt. Da die Technik zur Vernetzung von Fahrzeugen oder beim zukunftsträchtigen Geschäft mit selbstfahrenden Autos immer wichtiger wird, ist der Kartendienst heiß begehrt. Die Autobauer wollen verhindern, dass IT-Konzerne die Kontrolle über die Schlüsseltechnologie gewinnen, um so Preise zu diktieren und die womöglich lukrativen neuen Geschäfte mit den Daten zu dominieren. "Wir wollen, dass wir auch in Zukunft freien Zugang zu den Daten haben", sagte Audi-Entwicklungschef Hackenberg.

Insidern zufolge nähert sich der Verkaufsprozess bereits dem Ende. Nokia-Chef Rajeev Suri trat aber auf die Bremse und deutete an, keine Eile zu haben. "Geben wir dem Ganzen mehr Zeit", sagte er in einem Interview des Wirtschaftsmagazins "European Communications". "Wir werden wohl nicht verkaufen, wenn wir nicht den richtigen Preis bekommen." Allerdings gebe es ein erhebliches Interesse an Here, und die Qualität der Angebote sei besser als erwartet.

Uber soll einem Medienbericht zufolge drei Milliarden Dollar geboten haben. Laut einem Insider wollen Daimler, BMW und die VW-Tochter Audi jeweils 700 Millionen Euro ausgeben. Aus dem Umfeld der Konzerne verlautete, dass sie noch etwas drauflegen könnten, aber unter eine Milliarde bleiben wollten. Wie hoch das Gebot zusammen mit General Atlantic wäre, blieb offen.

Wien/Warschau (APA) - Der österreichische Baukonzern Porr hat in Polen erneut den Zuschlag für ein Großprojekt erhalten: Das Auftragsvolumen für den 16 Kilometer langen Abschnitt der Schnellstraße S3 zwischen Bokow und Kamienna Gora betrage 1,35 Mrd. Zloty (rund 315 Mio. Euro), teilte die Porr am Mittwoch mit. Erst im Sommer hatte sich der Konzern einen 116 Mio. Euro schweren Bahnauftrag in dem Land gesichert.
 

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Porr sicherte sich weiteren Großauftrag in Polen

Toronto (APA/AFP) - Nicht nur Fans von Marihuana haben der vollständigen Legalisierung von Cannabis in Kanada entgegengefiebert. Auch die Wirtschaft ist gespannt auf das neue Milliardengeschäft. Kanada ist nun das zweite Land weltweit, in dem Cannabis vollständig legal ist.
 

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Cannabis-Legalisierung in Kanada kann tausende Jobs schaffen

Wien (APA) - Auch nach einem Treffen mit den Umweltsprechern der Regierungsparteien ÖVP und FPÖ am Mittwoch laufen die Umwelt-NGOs Global 2000, WWF und Greenpeace weiter Sturm gegen die Pläne der Regierung zu neuen Bestimmungen bei der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Alle drei Organisationen forderten einen Krisengipfel.
 

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UVP - Weiter heftige NGO-Kritik an Regierung