Autobauer gegen generelle Alkoholmessgeräte in Fahrzeugen

Die deutschen Autobauer stehen den Plänen der EU-Kommission zum Einbau von Alkoholmessgeräten skeptisch gegenüber. "Der flächendeckende Einbau von atemalkoholgesteuerten Wegfahrsperren wäre mit erheblichen Kosten verbunden", teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Diese Kosten müssten die Mehrheit der Autofahrer tragen, die sich nichts habe zu Schulden kommen lassen. Sinnvoller sei eine Technik für diejenigen, die wegen Alkohol am Steuer auffällig geworden seien. In EU-Staaten wie Belgien, Schweden oder den Niederlanden sind die Messgeräte für Alkoholsünder bereits vorgeschrieben.

Die EU-Kommission hatte am Montag eine Initiative zum Einbau der sogenannten Alkolocks vorgelegt. Ähnlich wie bei einer Polizeikontrolle muss der Fahrer dabei in ein Gerät pusten, um Rückschlüsse auf den Alkoholgehalt im Blut zu erhalten. Hat der Fahrer zuviel getrunken, startet der Motor nicht. Nach Angaben der EU-Kommission sind rund ein Viertel der Verkehrstoten auf Europas Straßen auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Die rechtliche Umsetzung der Vorschläge aus Brüssel ist aber den EU-Mitgliedsstaaten überlassen.

Deutschland testet eine solche Wegfahrsperre derzeit für Alkoholsünder, die ihren Führerschein verloren haben und ihn wieder bekommen wollen. Für sie könnte eine solche eingebaute Sperre Voraussetzung sein, um wieder fahren zu dürfen. Eine generelle Pflicht für solche Wegfahrsperren lehnt das Bundesverkehrsministerium ab.

Madrid (APA/Reuters) - Die Korrektur der Bilanz für 2017 versetzt den Aktien von Dia einen weiteren Schlag. Die Titel der hoch verschuldeten spanischen Supermarktkette fielen am Montag um mehr als 20 Prozent auf ein Rekordtief von 0,70 Euro.
 

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Spanische Supermarktkette Dia musste Bilanz 2017 korrigieren

München (APA/dpa/Reuters) - Die US-Kartellbehörde FTC hat die milliardenschwere Fusion des deutschen Industriegaseherstellers Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Industriegase-Konzern unter Auflagen genehmigt. Das teilte die Behörde am Montag mit.
 

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USA genehmigen Linde-Praxair-Fusion unter Auflagen

Wien (APA) - Die Wettbewerbsbehörde (BWB) will stärker gegen unfaire Geschäftspraktiken zwischen großen und kleinen Betrieben vorgehen. "Die Benachteiligung von marktschwachen Vertragspartnern kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen", sagte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag bei der Präsentation eines "Fairnesskatalogs für Unternehmen".
 

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BWB will schärfer gegen unfaire Geschäftspraktiken vorgehen