Auto-Absatz in Russland ging im August um mehr als 25 Prozent zurück

Moskau (APA/AFP) - Die Ukraine-Krise hat den Neuwagen-Absatz in Russland einbrechen lassen. Auf dem zweitgrößten Automarkt Europas nach Deutschland gingen im Vorjahresvergleich die Neuzulassungen im Juli um knapp 23 Prozent und im August um 25,8 Prozent zurück, wie der Verein europäischer Unternehmen (Association of European Businesses, AEB) am Montag in Moskau mitteilte. In den acht Monaten von Jänner bis August gingen die Verkäufe demnach um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück.

Die Nachfrage nach Autos, insbesondere nach denen der westlichen Hersteller, war in Russland jahrelang gestiegen. Ab dem Frühjahr 2013 gab das rasante Wachstum nach; seit Beginn der Ukraine-Krise sind die Verkäufe im freien Fall. Die Auseinandersetzungen Russlands mit dem Westen haben den Rubel abstürzen lassen - das macht importierte Pkw und Autoteile aus dem Ausland teurer. Die russischen Kunden halten sich bei Neuanschaffungen zudem zurück, weil sie nicht wissen, wie ihre Lage sich entwickelt.

Jörg Schreiber, Vorsitzender des Komitees der Autohersteller im AEB, erklärte, der August sei erneut ein schwieriger Monat gewesen, was niemanden habe überraschen können. Die Branche hoffe nun darauf, dass die kürzlich angekündigten Neuwagen-Prämien der russischen Regierung ihre Wirkung entfalten. Dabei soll der Kauf eines Autos mit 40.000 Rubel (835 Euro) und der eines Lkw mit 350.000 Rubel unterstützt werden.

Fahrzeuge und Fahrzeugteile gehören zu den Verkaufsschlagern der deutschen Exportindustrie. Sie hatte im Juli trotz Ukraine-Krise die Rekordmarke von 100 Mrd. Euro übersprungen. Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen warnte am Montag, er blicke mit großer Sorge auf die Eskalation im Ukraine-Konflikt und dem daraus resultierenden Handelsstreit mit Russland.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen