Austrian Anadi Bank: Halbjahresgewinn auf 16,4 Mio. vervierfacht

Klagenfurt/Wien - Die Austrian Anadi Bank mit Sitz in Klagenfurt hat am Mittwoch ihre Halbjahreszahlen veröffentlicht. Demnach stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) auf 22,8 Mio. Euro (Vorjahresperiode: 6,3 Mio. Euro), der Überschuss nach Steuern in den ersten sechs Monaten 2015 betrug 16,4 Mio. Euro (Vorjahr: 4,7 Mio. Euro).

Auf die 77-Mio.-Euro-Forderung gegenüber der Pfandbriefstelle sind inzwischen 27,2 Mio. Euro an Wertberichtigungen in der Bilanz. Die Heta-Thematik spielt für die Austrian Anadi Bank, die Nachfolgebank der früheren Hypo Österreich, nach wie vor eine Rolle. Im Halbjahresbericht wird darauf Bezug genommen, dass die Bilanzverluste der Heta 2014 höher waren als erwartet, außerdem hat der Verfassungsgerichtshof das Gesetz über die Restrukturierung der Hypo aufgehoben. Die Austrian Anadi Bank habe deshalb die bestehende Wertberichtigung in Höhe von 15,7 Mio. Euro um weitere 11,5 Mio. Euro erhöht. Das Hypo-Sanierungsgesetz wurde allerdings erst nach dem Bilanzstichtag am 30. Juni 2015 aufgehoben. "Der Vorstand geht davon aus, dass das Risiko für die Austrian Anadi Bank hinsichtlich der abgespaltenen Verbindlichkeiten gering ist", hieß es in der Aussendung.

Bei den Kundenkrediten sowie bei den Kundeneinlagen spricht die Bank von einem "bescheidenen Wachstum". Der Bilanzposten "Forderungen an Kunden" erhöhte sich um 0,9 Prozent, die Kunden-Verbindlichkeiten wuchsen um 3,4 Prozent. Der Nettozinsertrag im ersten Halbjahr lag bei 53 Mio. Euro, im Vergleichszeitraum 2014 waren es 19 Mio. Euro. Die nicht bedienten Kredite (Non-Performing-Loans) haben sich im ersten Halbjahr von 69 Mio. Euro (Ende 2014) auf 138 Mio. Euro verdoppelt, was die Bank vor allem der Heta zuschreibt.

Die Bilanzsumme zur Jahresmitte betrug 3,3 Mrd. Euro. Im Bereich der Eigenmittel gab es keine großen Veränderungen (159 Mio. Euro gegenüber 160 Mio. Euro am 31. 12. 2014). Die Kernkapitalquote lag bei 11,85 Prozent. Insgesamt nannte die Anadi Bank zwei große Faktoren für Unsicherheiten im österreichischen Markt: Einerseits die Schwierigkeiten mit Griechenland und andererseits die Entscheidungen der österreichischen Regierung im Zusammenhang mit dem Heta-Moratorium.

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