Australische Börse setzt künftig auf Blockchain-Technologie

Frankfurt (APA/Reuters) - Als einer der weltweit ersten, großen Börsenbetreiber will der australische ASX-Konzern künftig Wertpapiere über die Blockchain abwickeln. Ziel der neuen Technologie sei, Transaktionen zu vereinfachen und Kosten für Kunden zu senken, sagte ASX-Chef Dominic Stevens am Donnerstag.

Voraussichtlich im März 2018 werde die ASX einen Plan vorlegen, wie und wann das bisherige Abwicklungssystem Chess abgelöst werden könne von der sogenannten Distributed Ledger Technology (DLT), die auch als Blockchain bekannt ist.

In dieser Technologie, auf der Kryptowährungen wie Bitcoin basieren, werden anonym sämtliche Informationen verschlüsselt gespeichert. Jeder Nutzer verwaltet eine Kopie der Datenbank, wodurch Manipulationen nach Meinung von Experten praktisch unmöglich sind. Das System Blockchain ist aber noch relativ neu, es fehlen etwa verbindliche gesetzliche Rahmenbedingungen. Unklar ist beispielsweise, wer bei Fehlern bei der Eingabe oder der Programmierung der Blockchain haftet.

Die ASX testete die Technologie nach eigenen Angaben zwei Jahre lang. Im Jänner 2016 übernahm sie einen Minderheitsanteil am US-Blockchain-Entwickler Digital Asset, der unter anderem von den Banken Goldman Sachs und JP Morgan sowie der Deutschen Börse Geld eingesammelt hat.

Weltweit experimentieren zahlreiche Banken, Versicherer und Unternehmen mit der Blockchain. So arbeiten etwa die Deutsche Bank und die Commerzbank mit anderen Banken zusammen, um die Technologie bei der Handelsfinanzierung einzusetzen. Ziel ist, Geschäfte schneller abzuwickeln und den Papierkram zu reduzieren.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden