Ausschreitungen bei Blockupy-Protesten gegen EZB-Eröffnung

Bei den Protesten des linken Aktionsbündnisses Blockupy zur offiziellen Eröffnung der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main ist es bereits Mittwochfrüh zu ersten schweren Krawallen gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden sieben Polizeiwagen Brand gesetzt. Zudem hätten Demonstranten Müllcontainer angezündet und Brandsätze gegen Polizeifahrzeuge geschleudert.

Auch seien Polizisten mit Steinen beworfen und Feuerwehren angegriffen worden. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, um die Brände zu löschen. Zahlreiche Gewalttäter seien festgenommen worden. Bereits in der Nacht hatten in der Stadt Autos gebrannt. Die Polizei geht nach eigenen Angaben davon aus, dass auch dies bereits im Zusammenhang mit den Blockupy-Protesten stand.

Die Bewegung Blockupy hat aus Anlass der Eröffnung der neuen EZB-Zentrale in Frankfurt zu einem Protesttag aufgerufen. Für den Nachmittag ist eine Großkundgebung auf dem Römer sowie ein Demonstrationszug angemeldet. Nach Angaben von Blockupy werden 60 Busse aus 39 europäischen Städten und ein Sonderzug mit Demonstranten erwartet. Die Polizei hat Teile der Innenstadt abgesperrt. "Wir wollen einen lauten, aber friedlichen Protest", sagte Ulrich Wilken, einer der Organisatoren der Demonstration. Der Protest richte sich gegen die EZB als ein Teil der sogenannten Troika, die die Arbeit der griechischen Regierung behindere. "Wir wollen ein Ende der Sparpolitik."

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder