Ausländische Investoren fliegen auf Europa

Die Wirtschaft in Europa ist zwar nicht auf Boomkurs: Und dennoch gibt es viele Investoren, die im "sicheren Hafen Europa" kräftig investieren wollen. Österreich ist auf der Investorenlist nur auf Rang 21.

Wien Trotz dahindümpelnder Wirtschaft ist Europa heuer so stark im Fokus ausländischer Investoren wie noch nie, ergab die diesjährige A.T.-Kearney-Befragung von Führungskräften. In Zeiten geopolitischer Instabilität zieht es Konzerne wieder in den "sicheren Hafen" Europa. Als positiv bewertet wird auch der breitangelegte Ankauf von Staatspapieren durch die EZB, der die Konjunktur stimuliere.

Gleich 15 der 25 Länder (60 Prozent), die von ausländischen Investoren am attraktivsten bewertet wurden, lagen 2015 in Europa. 2014 waren es erst 40 Prozent und 2013 rund 30 Prozent gewesen, geht aus dem am Montag veröffentlichten Vertrauensindex für Direktinvestitionen (FDI) hervor. Die Spitzenplätze belegten erneut die USA und China.

Österreich schaffte es erstmals seit 2002 wieder ins Ranking und belegte Platz 21. Florian Haslauer von A.T. Kearney Österreich führt das auf stabile Rahmenbedingungen und eine hohe F&E-Quote (Forschung und Entwicklung) zurück. 22 Prozent der befragten Manager der 1.000 weltgrößten Konzerne bewerteten die Aussichten für Österreich als eher positiv, 14 als eher negativ.

In Österreich seien es die Klein- und Mittelbetriebe, die den unternehmerischen Privatsektor vorantrieben, heißt es in der Studie. Als Beispiele für größere Deals werden die Übernahme des Wiener Biotechunternehmens Dutalys durch den Pharmariesen Roche um 489 Mio. Dollar (452 Mio. Euro) Ende 2014 sowie der Einstieg der mexikanischen America Movil bei der Telekom Austria genannt.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma