Ausbau des Cloud-Geschäfts dämpft Gewinnerwartung von SAP

Der Umstieg der Kunden auf Cloud-Software dämpft die Gewinnerwartung des Software-Konzerns SAP für dieses Jahr. Das operative Betriebsergebnis werde 2014 in einer Spanne von 5,6 bis 5,8 Mrd. Euro liegen statt bei 5,8 bis 6,0 Mrd. Euro, teilte SAP am Montag mit.

Grund sei die zunehmende Nachfrage der Kunden nach der Mietsoftware aus dem Internet, da sich die Erlöse hier auf einen längeren Zeitraum verteilen als beim Lizenz-Verkauf. Der Wechselkurs soll den Gewinn unterdessen nicht mehr belasten, während vor drei Monaten noch ein dämpfender Effekt von zwei Prozent erwartet worden war. Das Umsatzziel für Cloud-Software hob SAP leicht an auf 1,04 bis 1,07 Mrd. Euro von bisher 1,00 bis 1,05 Mrd. Euro.

SAP-Chef Bill McDermott erklärte, der Gewinn werde nur kurzfristig durch den Ausbau des Cloud-Geschäfts gedämpft. Langfristig sei es profitabler, da der Anteil fest kalkulierbarer Umsätze steige. Von einem Senken der Gewinnprognose könne deshalb keine Rede sein, zumal der Software-Verkauf über das Internet rapide wachse.

Umsatz wuchs um fünf Prozent auf rund 4,2 Milliarden Euro

Im dritten Quartal übertraf SAP die Umsatzprognose von Analysten, während das Betriebsergebnis leicht hinter den Erwartungen zurückblieb. Von Juli bis September steigerte der Walldorfer Software-Konzern den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum währungsbereinigt um fünf Prozent auf 4,256 Mrd. Euro. Mit Cloud-Produkten erzielte SAP 278 Mio. Euro an Erlösen, ein Plus von 42 Prozent währungsbereinigt. Das um Wechselkurse und Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis legte um drei Prozent auf 1,36 Mrd. Euro zu.

Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Konzernumsatz von 4,23 Mrd. Euro bei einem Cloud-Umsatz von 266 Mio. Euro gerechnet. Beim Ergebnis hatten die Experten 1,37 Mrd. Euro prognostiziert.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro