Aus für Online-Marktplatz für Selbstgemachtes Dawanda

Berlin (APA/dpa) - Ob gehäkelter Kaktus oder Nudelholz mit Gravur: Die Plattform Dawanda verkaufte (gefühlt) alles. Jetzt hat der Anbieter geschlossen. Ein US-Unternehmen springt in die Lücke.

Nach rund zwölf Jahren hat der Online-Marktplatz Dawanda in der Nacht zum Freitag geschlossen. Auf dem Portal verkauften Händler viel Selbstgemachtes. Seit Freitagfrüh werden Besucher der Website automatisch auf die Seiten des ehemaligen Konkurrenten Etsy umgeleitet, mit dem Dawanda eine entsprechende Vereinbarung getroffen hat. Dawanda hatte die Schließung vor rund zwei Monaten angekündigt.

Damals schrieb Gründerin und Geschäftsführerin Claudia Helming, man habe handgemachte Produkte als neue Kategorie im Onlinehandel etabliert. "Dennoch mussten wir uns in den letzten Jahren zunehmend eingestehen, dass es uns alleine nicht gelingen wird, das Wachstum weiter voranzutreiben." Dawanda sei nicht insolvent, aber man habe handeln müssen, um den Verkäufern "auch langfristig das Bestehen ihrer Unternehmen, ihre Einkommen und weiteres Wachstum zu sichern".

Dawanda wurde Ende 2006 in Berlin gegründet. Angeboten wurden auch Kleidung, Dekorationen, Kindersachen - von der Häkelmütze bis zur Schnullerkette. Seinen Verkäufern hatte Dawanda empfohlen, zum US-Shopping-Portal Etsy zu wechseln. Beide Portale hätten eine Vereinbarung getroffen und ein Tool entwickelt, damit Dawanda-Verkäufer ihre Shops umziehen können.

Dem "Tagesspiegel" (Donnerstag) sagte Helming: "Ich denke wir hätten früher verkaufen können, sollen und müssen." Den richtigen Zeitpunkt dafür habe sie verpasst, und nun sei es für einen "klassischen Unternehmensverkauf" zu spät. So sei es zu der Vereinbarung mit Etsy gekommen. Ob diese vorsieht, dass Etsy für die Übernahme der Verkäufer Geld an Dawanda zahlt, wollte eine Etsy-Sprecherin auf dpa-Anfrage nicht sagen. Helming sagte dem "Tagessiegel": "In gewisser Weise ja. Ich kann aber zu den Summen nichts sagen."

Dawanda war ein Portal für Menschen aus der "Do-it-yourself"-Szene, die mit ihren Produkten Geld verdienen wollten. Über die Zeit hatten sich rund 7 Millionen Mitglieder registriert. Sie sollen ihre Nutzerprofile noch bis Ende Oktober einsehen können. Bis Ende des Jahres soll Dawanda auch noch per E-Mail erreichbar sein.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"