Aufsichtsbehörde stufte Temelin-Zwischenfall als "Störung" ein

Temelin - Die tschechische Atomaufsicht hat den jüngsten Zwischenfall im umstrittenen AKW Temelin als "Störung" bewertet. Auf der internationalen Skala Ines entspreche der Vorfall der Stufe eins, teilte die Behörde am Donnerstag in Prag mit. Grund für das Problem sei eine undichte Stelle im Kühlsystem mit einem Durchmesser von einem Zentimeter gewesen. Das Leck sei am 26. Juni in der Früh entdeckt worden.

Der betroffene zweite Reaktorblock ist derzeit abgeschaltet. "Radioaktive Aktivität ist in den zirkulierenden Kühlkreislauf des zweiten Blocks geraten und ein kleiner Teil von dort in die Regenwasserkanalisation", teilte die Behörde mit. In einem Auffangbecken auf dem Betriebsgelände sei am 27. Juni eine Tritium-Aktivität von 272 Becquerel je Liter gemessen worden. Diese sei aber innerhalb weniger Tage unter den Grenzwert für Trinkwasser von 100 Becquerel pro Liter gesunken.

Pavel Vlcak von der Bürgerinitiative OIZP aus Budweis (Ceske Budejovice) forderte: "Die Betreiber sind uns eine Erklärung schuldig, wie und warum Radioaktivität nach außen gelangen konnte." Das südböhmische Akw Temelin ist rund 60 Kilometer von Deutschland und Österreich entfernt.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht