Aufregung um angebliche Müllverbrennungsanlage in Oberwart

Oberwart (APA) - Eine angeblich geplante Müllverbrennungsanlage in Oberwart hat am Freitag für Aufregung gesorgt. Die SPÖ Burgenland befürchtet, dass das mit Jahresanfang von der Firma Bio-Brennstoff GmbH übernommene Biomassekraftwerk in Oberwart zu einer Müllverbrennungsanlage werden soll. Der Oberwarter Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) bestritt dies.

Laut einer gemeinsamen Aussendung von Stadtgemeinde und Bio-Brennstoff soll in dem Biomassekraftwerk Strom und Heizwärme erzeugt werden. In einem ersten Schritt soll die Anlage mit Holzhackschnitzel betrieben werden. Weiters gebe es eine Projektstudie für den Einsatz weiterer Brennstoffe.

Die SPÖ Burgenland befürchtet, dass ein Ausbau zur Müllverbrennungsanlage erfolgen könnte. In dieser sollen Papierabfälle mit Plastikanteil verbrannt werden, die unter anderem aus Slowenien stammen, sagte SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Dax mit Verweis auf Projektunterlagen. "Es wird sicherlich kein umweltfreundlicher Forschungsbetrieb." Er erwarte negative Auswirkungen für die Umwelt und die Bevölkerung. Laut Dax sollen bei der Anlage auch Nebenprodukte für die Bauwirtschaft erzeugt werden.

Dem Stadtchef warf der er vor, das Projekt im Geheimen und ohne Einbindung der Bevölkerung abwickeln zu wollen. Daher sei von der SPÖ eine Unterschriftenaktion sowie eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung geplant.

Rosner betonte hingegen, dass alle Behörden und auch Vertreter des Landes bisher in die Gespräche eingebunden worden wären. Von einem "Vorbeischummeln" könne keine Rede sein. Seitens der Landesamtsdirektion sei sogar Unterstützung zugesagt worden. Das Behördenverfahren sei noch am Laufen.

Das Vorgehen der SPÖ bezeichnete er als "sehr befremdend". Es gehe um "nicht wenig Arbeitsplätze". Eine Müllverbrennungsanlage sei "überhaupt kein Thema". Beim Brennstoff handle es sich um "selektive Nebenströme aus der Papierindustrie", welche auf keinen Fall aus dem Ausland kommen würden.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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