Audi stellt Bemühungen für Ducati-Verkauf ein

Ingolstadt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die VW-Tochter Audi strebt den Verkauf ihrer Motorradtochter Ducati nicht mehr an. "Ich versichere Ihnen: Ducati gehört zur Audi-Familie", sagte Vorstandschef Rupert Stadler am Montagabend in Ingolstadt.

Bereits Anfang September hatte Reuters aus Finanzkreisen erfahren, dass Volkswagen den 1,5 Mrd. Euro schweren Verkauf wegen des Widerstands des Betriebsrats und interner Unstimmigkeiten über die Strategie auf Eis gelegt habe.

Stadler deutete an, dass sich Audi wegen der guten Liquidität auch ohne den Verkauf der italienischen Tochter gerüstet sieht, den Schwenk in die Elektromobilität und selbstfahrende Autos zu finanzieren. Dazu sollen auch die im Rahmen des Umbauplans für die kommenden Jahre geplanten Einsparungen von 10 Mrd. Euro beitragen. Es gebe daher keine ökonomische Notwendigkeit, sich von Ducati zu trennen. Ducati sei die "perfekte Übersetzung" der Premium-Philosophie von Audi in die Welt der Motorräder.

Investoren bezweifeln indes, dass die Beteiligung an dem Motorradhersteller für Audi Sinn ergibt. Sie halten es für möglich, dass Volkswagen seine Meinung noch einmal ändert.

Die Wolfsburger hatten vor einigen Monaten Banken damit beauftragt, Interessenbekundungen für den Hersteller luxuriöser Sportmotorräder einzuholen. Daraufhin hatten sich Insidern zufolge mehrere potenzielle Käufer gemeldet, darunter die italienische Industriellenfamilie Benetton. Ducati gehört neben dem Hersteller von Luxussportwagen Lamborghini zur VW-Tochter Audi. Der Motorradhersteller kam 2016 auf 731 Mio. Euro Umsatz und einen operativen Gewinn von 100 Mio. Euro.

Peking (APA/dpa) - Im Handelsstreit mit China bereiten die USA Medienberichten zufolge weitere Strafmaßnahmen vor. Nachdem das Weiße Haus bisher vor allem mit Zöllen auf chinesische Waren drohte, könnten bei Übernahmen von US-Firmen Einschränkungen für chinesische Käufer folgen.
 

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USA wollen China Käufe von Technologiefirmen verbieten

Saarbrücken (APA/dpa) - Das Saarland bringt sich als Fabrik-Standort für den Elektroauto-Hersteller Tesla ins Gespräch. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Vize-Regierungschefin Anke Rehlinger (SPD) haben am Montag in einem gemeinsamen Brief an Firmenchef Elon Musk für ihr Bundesland geworben, wie die Staatskanzlei in Saarbrücken mitteilte.
 

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Saarland will Standort von Tesla-Fabrik werden

Buenos Aires (APA/dpa) - Ein Generalstreik hat Argentinien weitgehend lahmgelegt. Öffentliche Transportmittel standen am Montagmorgen still, Airlines hatten ihre Flüge gestrichen, auch Industrie und Handel ruhten größtenteils. Zu dem 24-stündigen Ausstand, der sich gegen die Wirtschaftspolitik des konservativen Präsidenten Mauricio Macri richtet, hatte der Gewerkschaftsdachverband CGT aufgerufen.
 

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Generalstreik legt Argentinien weitgehend lahm