Audi steigert 2014 Gewinn - Rendite sinkt

Dank Verkaufszahlen in Rekordhöhe hat Audi 2014 den Gewinn gesteigert. Das operative Ergebnis legte um 2,4 Prozent auf 5,15 Mrd. Euro zu, wie die Ingolstädter VW-Tochter am Dienstag mitteilte. Audi hatte das ganze Jahr über offen gelassen, ob der Gewinn angesichts hoher Kosten für neue Modelle, Werke und Technologien und anhaltender Rabattschlachten überhaupt zulegen werde.

Zu Buche schlugen die vielen Ausgaben aber doch: Pro verkauftem Auto blieb weniger Geld hängen. Die operative Rendite sank 2014 auf 9,6 Prozent, im Vorjahr waren es noch 10,1 Prozent. Damit lag Audi vor Konkurrent Daimler, der im Pkw-Geschäft 2014 eine Gewinnspanne von 8,1 Prozent erzielte. BMW hat noch keine Zahlen vorgelegt.

Für 2015 kündigte Audi-Finanzchef Axel Strotbek erneut eine operative Rendite innerhalb des Zielkorridors von acht bis zehn Prozent an. Die hohen Ausgaben wirkten sich auf die Ergebnisentwicklung aus. Audi-Vorstandschef Rupert Stadler äußerte sich gewohnt optimistisch: "Wir zielen auf ein neues Rekordjahr. Wir wollen auch 2015 wachsen - stärker als der Weltmarkt und mit einem Plus in allen Regionen."

Für 2015 rechnen die Ingolstädter nur mit einem leichten Plus in den weltweiten Pkw-Märkten. 2014 lieferte Audi 1,74 Millionen Autos weltweit aus. Das Ziel von zwei Millionen verkauften Fahrzeugen soll vor dem Jahr 2020 erreicht werden, bekräftigte Stadler.

Die Beschäftigten an den deutschen Audi-Standorten bekommen trotz Rekordwerten bei Absatz und Umsatz bereits zum zweiten Mal in Folge aber eine geringere Erfolgsbeteiligung. Im Durchschnitt bekommt jeder Tarifbeschäftigte 6.540 Euro. Bereits vor einem Jahr war die Zahlung angesichts eines geringeren Gewinns von 8.030 auf 6.900 Euro gesunken.

2014 sei aber ein anderer Grund ausschlaggebend gewesen: die "Zahl der Anspruchsberechtigten" sei angesichts von vielen Neueinstellungen "um rund 4.000 gestiegen, während das operative Ergebnis nur leicht über dem Vorjahreswert liegt". Audi hat mehr als 80.000 Mitarbeiter, 58.000 davon in Deutschland. 2015 will der Autobauer weltweit 6.000 Mitarbeiter einstellen, 4.000 davon in Deutschland.

Trotz Unsicherheiten heuer will Audi bereits vor 2020 die Marke von zwei Millionen verkauften Autos knacken. Dabei habe es in Wachstumsmärkten wie Brasilien, Indien oder Russland Probleme gegeben, sagte Audi-Chef Rupert Stadler am Dienstag in Ingolstadt.

Audi hatte 2014 weltweit rund 1,74 Millionen Autos verkauft und einen neuen Absatzrekord erreicht. Das trieb den Umsatz auf den Bestwert von fast 54 Mrd. Euro - ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unter dem Strich steht ein Gewinn von gut 4,4 Mrd. Euro, 10 Prozent mehr als 2013.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht