Auch andere Systembanken in Österreich bestanden Stresstest

Wien (APA) - Ganz generell gelten europäische Banken heute als besser gerüstet als vor einigen Jahren, wenn es im Umfeld wieder rau würde. Das sagt der jüngste Stresstest der Europäischen Banken-Aufsichtsbehörde EBA. Neben 48 Großbankkonzernen in Europa, darunter aus Österreich RBI und Erste, wurden auch einige andere "signifikante" Banken, auch in Österreich, auf ihre Stressresistenz abgeklopft.

Unter den weiteren Banken, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) nach den gleichen Kriterien dem jüngsten Belastungstest unterzogen wurden, sind u.a. die börsennotierte BAWAG Group und die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich.

Die BAWAG berichtete in ihrem Quartalsbericht, dass der kumulierte negative Einfluss der Krisensimulationen auf das Kernkapital (CET1) im so genannten "adversen" Szenario über drei Jahre kumuliert bei 240 Basispunkten läge, während der EBA-Durchschnitt bei minus 395 Basispunkten liege. Ausgehend vom CET1-Startpunkt zum Jahresende 2017 von 13,4 Prozent würde die BAWAG-Quote nach einer im Stresstest simulierten Durststrecke auf 11,0 Prozent sinken, teilte die BAWAG mit. Der EBA-Durchschnitt liege im Vergleich dazu bei 10,1 Prozent.

Über dem Durchschnitt der europäischen Banken sah sich im schweren Stress-Szenario auch die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ), von der Europäischen Zentralbank (EZB) ebenfalls als signifikantes Institut der Währungsunion eingestuft. Wie weit über dem Durchschnitt man lag, wollte die RLB OÖ heute nach außen nicht bekanntgeben, Startpunkt per Ende 2017 waren 15,77 Prozent.

Raiffeisen Bank International (RBI) und Erste Group lagen, wie schon Anfang November bekannt gegeben wurde, trotz Verbesserungen gegenüber früherer Tests nach wie vor hinter dem Durchschnittswert ihrer Konkurrenten aus der europäischen Großbankenszene.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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