AUA führte 2014 um 6 Prozent weniger Flüge durch

Wien/Frankfurt (APA) - Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) hat 2014 um 6 Prozent weniger Flüge durchgeführt. Die Zahl der Starts betrug knapp 127.000, geht aus den am Montag veröffentlichten Verkehrszahlen des Konzerns hervor. Auch die Passagierzahlen waren rückläufig. In Summe stiegen an die 11,2 Millionen Fluggäste in die Flieger mit der rot-weiß-roten Heckflosse, ein Minus von 1,1 Prozent gegenüber 2013.

Zum Jahresende ging es bei den Passagieren nochmals deutlich nach unten. Bei den Fluggastzahlen für Dezember stand ein Minus von 7,6 Prozent, darüber hinaus wurden im letzten Monat des Jahres um 8,8 Prozent weniger Flüge durchgeführt. Die Anzahl der Flugbewegung steht derzeit unter besonderer Beobachtung, da von den Starts und Landungen auch die Notwendigkeit einer dritten Piste am Flughafen Wien abgeleitet wird.

Aufgrund der Expansion auf den Langstreckenflügen nach Nordamerika hat die AUA im Gesamtjahr 2014 dennoch mehr Sitzkilometer angeboten, die Auslastung blieb mit 78,9 Prozent auf Jahressicht in etwa stabil. Das Passagierminus hängt in erster Linie mit den Krisen im Nahen Osten und in der Ukraine zusammen. Die AUA hat zahlreiche Routen gekürzt oder vorübergehend eingestellt. "Die Krisenregionen haben die Nachfrage sehr belastet," so Vertriebsvorstand Andreas Otto.

Die Destinationen Kharkov und Dnjepropetrovsk in der Ukraine waren im Sommer 2014 für knapp fünf Wochen komplett gestrichen und wurden danach nur reduziert wieder aufgenommen. Auch das Flugprogramm nach Russland wurde wegen der schwachen Nachfrage ausgedünnt. Im Nahen Osten musste Erbil im Irak aufgrund der Sicherheitslage im August größtenteils vorübergehend eingestellt werden. Bagdad kann seit dem 30. Jänner 2014 und Tripolis in Libyen seit dem 21. März 2014 aus Sicherheitsgründen nicht mehr angeflogen werden, erklärte die AUA am Montag in ihrer Aussendung.

Nichtsdestotrotz konnte der AUA-Mutterkonzern Lufthansa 2014 mit 106 Millionen Passagieren einen erneuten Rekord vermelden. Die Passagierzahl hat sich bei um 2,6 Prozent weniger Flügen um 1,3 Prozent gesteigert. Damit ist der Lufthansa-Konzern weiter Europas größter Luftverkehrskonzern vor Ryanair und Air France/KLM.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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