AUA will heuer nach 7 Monaten Gewinnschwelle nehmen

Wien/Schwechat/Frankfurt - Die zur Lufthansa gehörende AUA (Austrian Airlines) will heuer nach sieben Monaten die Gewinnschwelle überschreiten - also mit Juli den Breakeven für das laufende Jahr erreicht haben. Das laufende dritte Quartal zeige eine gute bis sehr gute Buchungslage, sagte Finanzvorstand Heinz Lachinger.

Lachinger sieht die AUA "wirtschaftlich weiter an Flughöhe gewinnen". Trotz krisenbedingter Einbrüche im Ost-/Nahostgeschäft und der aktuell unerfreulichen Situation durch Personalengpässe will die Airline das Gesamtjahr 2015 mit einer "signifikanten" Ergebnisverbesserung abschließen. Zum Vergleich: 2014 endete das Jahr mit einem kleinen Betriebsgewinn von rund 10 Mio. Euro.

Im ersten Quartal hatte es einen laut AUA wieder saisonüblichen Verlust gegeben, dafür war das zweite Quartal 2015 mit 36 Mio. Euro Vorsteuergewinn laut Lachinger "das mit Abstand beste Quartalsergebnis seit der Privatisierung 2009 und auch etlicher Jahre davor."

Schmerzhaft für die AUA sind die Nachfrageeinbrüche auf Oststrecken, namentlich nach Flügen in die Ukraine und nach Russland, die die Passagierzahlen in die Region um 25 bis 50 Prozent sinken ließen. Auch früher ertragsbringende Routen wie Tripolis oder Bagdad fehlen weiter. Die Verkehrsgebiete Ost/Südosteuropa und Nahost stellen fast ein Viertel der Flugeinnahmen der Airline. An der angespannten Situation in diesen Märkten dürfte sich so schnell nichts ändern. Die AUA hofft aber, hier den Boden bereits gesehen zu haben.

An das "historische" Atom-Abkommen und ein Ende der Sanktionen gegen den Iran knüpft die AUA indes mittelfristige Hoffnungen: "Wir sind startbereit für neue Destinationen", sagte Lachinger. Die AUA wolle gern bei den ersten sein, die hier zugreifen. Als Plan-Destinationen wurden heute die Städte Isfahan und Shiraz genannt. Nach Teheran fliegt die AUA von Wien-Schwechat aus täglich.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor