ATX beendet volatile Woche mit Abschlägen

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat den Handel am Freitag erneut mit klaren Abschlägen beendet. Der ATX fiel 44,36 Punkte oder 1,31 Prozent auf 3.354,12 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 26 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.380,00 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,22 Prozent, DAX/Frankfurt -1,30 Prozent, FTSE/London 1,09 Prozent und CAC-40/Paris -1,54 Prozent.

Nach einem ruhigen Vormittag nahm am Nachmittag die Volatilität an den Börsen wieder deutlich zu. Auch die Wall Street begab sich im US-Frühhandel auf eine Berg- und Talfahrt und schürte damit auch in Europa erneut Nervosität. Zuletzt notierte der Dow Jones gut behauptet. Bereits seit Anfang der Woche greift an den Märkten die Angst vor schneller als erwartet steigenden Zinsen um sich und schickt die Börsen auf Sinkflug.

Der ATX ging mit einem Wochenverlust von und 2,3 Prozent aus dem Handel. Der Chefanalyst der Erste Group, Friedrich Mostböck, fand heute Vormittag dennoch beruhigende Worte für die europäischen Märkte und insbesondere für Österreich und Osteuropa (CEE). "Die Abschläge in New York oder auch Asien werden im ATX und in CEE-Benchmark-Indizes deutlich abgefedert", sagte Mostböck im APA-Gespräch. Prinzipiell würde er nach den zwei verlustträchtigen Handelstagen in New York "nicht von einem Crash sprechen: Es ist eher eine scheibchenweise Korrektur."

Neue Daten zur Industrieproduktion sorgten indessen nicht für nennenswerte Marktbewegungen. In Frankreich und Italien erhielt diese im Dezember deutlich Schwung, während die britische Industrie ihre Produktion deutlich zurückgefahren hat.

Unter den Indexschwergewichten erwischte es unter anderem die OMV heute hart. Vor dem Hintergrund deutlich fallender Ölpreise büßten die Aktien des Ölkonzerns bis Handelsschluss 2,88 Prozent auf 45,84 Euro ein. Aber auch Bankwerte mussten Federn lassen: Raiffeisen verloren satte 3,41 Prozent auf 51,00 Euro und Erste Group gaben 1,88 Prozent auf 39,24 Euro ab und BAWAG fielen um 2,42 Prozent auf 44,40 Euro.

Nach starken Abschlägen vom Vortag ging es für die voestalpine-Aktien zum Wochenschluss nur noch um marginale 0,04 Prozent auf 45,78 Euro bergab. Am Donnerstag waren die Papiere nach Vorlage ihrer Neunmonatszahlen bereits um nahezu siebeneinhalb Prozent abgestürzt.

Palfinger konnten sich dagegen von ihren gestrigen Abschlägen etwas erholen und gewannen 2,43 Prozent auf 33,70 Euro. Die Jahresergebnisse des Kranherstellers waren am gestrigen Donnerstag negativ aufgenommen worden und sorgten bei den Aktien für eine Minus von mehr als fünf Prozent.

Wien (APA) - Der frühere Obmann des Rings freiheitlicher Studenten (RFS), Alexander Schierhuber, wird per 1. Juni einer von vier Geschäftsführern der Breitspur Planungsgesellschaft mbH. Einen entsprechenden Online-Bericht der "Presse" bestätigte das von Norbert Hofer (FPÖ) geführte Infrastrukturministerium auf APA-Anfrage. Schierhuber ist schlagender Burschenschafter beim Akademischen Corps Saxonia zu Wien.
 

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Ex-RFS-Chef Schierhuber wird Breitspurbahnplanungs-Geschäftsführer

Auburn Hills (Michigan) (APA/dpa) - Der Autobauer Fiat Chrysler hat in den USA rund 4,8 Millionen Autos wegen Softwareproblemen zurückgerufen. Konkret gehe es um mögliche Fehlfunktionen im Zusammenhang mit den Geschwindigkeitsreglern, die behoben werden müssten, teilte das Unternehmen am Freitag in Auburn Hills mit. Betroffen seien unter anderem Fahrzeuge der Marken Chrysler Sedan, Cherokee und Ram Pickups.
 

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Softwareprobleme: Fiat Chrysler ruft in den USA 4,8 Mio. Autos zurück

Brüssel (APA/dpa) - In Europa gelten seit Freitag einheitliche Datenschutzregeln. Nach zweijähriger Übergangsfrist ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nun in allen 28 EU-Staaten in Kraft getreten. Sie setze "einen weltweiten Datenschutz-Standard, und darauf können wir alle stolz sein", sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourová am Freitag in Brüssel. "Sie bringt konkreten Nutzen für Bürger ebenso wie für Unternehmen."
 

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DSGVO verbessert Datenschutz - Erste Beschwerden gegen US-Konzerne