ATX im Frühhandel etwas tiefer

Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im Frühhandel mit tieferen Notierungen präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.280,44 Punkten nach 2.292,29 Einheiten am Dienstag errechnet, das ist ein Minus von 11,85 Punkten bzw. 0,52 Prozent.

An den europäischen Leitbörsen ging es dagegen leicht bergauf. Händler verwiesen auf leicht positive Vorgaben aus China. Wichtige Konjunkturdaten stehen nicht zur Veröffentlichung an. Die Märkte dürften aber weiterhin die gestrigen Anschläge in Brüssel verdauen.
Auf dem ATX lasteten im Frühhandel die Kursverluste bei Erste Group (minus 1,39 Prozent auf 24,80 Euro) und OMV (minus 1,45 Prozent auf 25,44 Euro). Ebenfalls deutlich im Minus starteten Schoeller-Bleckmann-Aktien, welche 1,08 Prozent auf 53,22 Euro verloren.
Daneben rückten conwert und Lenzing mit Jahreszahlen in den Fokus. Der Immobilienkonzern conwert hat 2015 zahlreiche Häuser in nicht so guten Lagen abgestoßen. In Folge sanken zwar die Vermietungserlöse, der Umsatz und das operative Ergebnis dagegen legten stark zu. Unterm Strich stand ein Gewinn von 83,3 Mio. Euro, nach einem Verlust im Vorjahr. Die Aktien stiegen um 0,15 Prozent auf 13,59 Euro.
Deutlicher profitierten Lenzing von der Vorlage erfreulicher Zahlen, die Titel zogen mit plus 3,67 Prozent auf 68,01 Euro an die Spitze der Wiener Kurstafel. Der Faserhersteller hat dank Sparpaket und Umsatzwachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 wieder einen Jahresüberschuss von plus 124 Mio. Euro erwirtschaftet, nach einem Verlust von 14,2 Mio. Euro 2014. Die Dividende soll nun auf zwei Euro je Aktie verdoppelt werden.
Der ATX Prime notierte bei 1.170,03 Zählern und damit um 0,44 Prozent oder 5,22 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 18 Titel mit höheren Kursen, 15 mit tieferen und zwei unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 564.538 (Vortag: 1.177.020) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 17,84 (25,40) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

Brüssel/Mountain View /Menlo Park (APA/dpa) - Trotz Widerständen aus anderen EU-Ländern will der französische Präsident Emmanuel Macron sein Vorhaben einer Besteuerung von Internet-Giganten vorantreiben. Er setze dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Deutschland, sagte Macron beim EU-Gipfel in Brüssel am Freitag. Es sei ein Problem, dass große Internetfirmen in manchen Mitgliedstaaten bisher keine Mehrwertsteuer zahlten.
 

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Macron lässt bei Steuer für Internet-Giganten nicht locker

Peking (APA/Reuters) - Die EU prüft, ob chinesische Firmen Elektro-Fahrräder in Europa nur dank unfairer Beihilfen zu Niedrig-Preisen anbieten können. Die EU-Kommission leitete am Freitag die Untersuchung einer Beschwerde ein, die der Europäische Fahrradhersteller-Verband (EBMA) Anfang Oktober eingereicht hatte.
 

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EU prüft Dumping-Vorwürfe gegen E-Bike-Hersteller aus China

Windhuk (APA) - Der afrikanische Staat Namibia macht ernst mit Airbnb-Vermietern: Melden oder erwischt werden und ins Gefängnis gehen, heißt die neue Losung. Bis zum Jahresende kann man sich noch bei der Tourismus-Regulierungsbehörde anmelden. Der Tourismussektor trägt rund 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des südafrikanischen Landes bei, das etwa bei Safari-Freunden beliebt ist.
 

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Namibia greift bei Airbnb-Vermietern hart durch