Attensam: Rekordumsatz trotz Personalmangel

Wien (APA) - Der Wiener Hausbetreuer Attensam steigerte im Geschäftsjahr 2017/18 den Umsatz um 8,7 Prozent auf einen Rekordwert von 66,9 Millionen Euro (Vorjahr 61,6 Millionen Euro). Probleme bereite dem familiengeführten Unternehmen allerdings der Personalmangel in Westösterreich, so Firmenchef Oliver Attensam am Mittwoch in einer Pressekonferenz.

Rund zwei Drittel des Umsatzes (43,5 Millionen Euro) erwirtschaftete Attensam am Wiener Markt. Ein Drittel (24,7 Millionen Euro) entfiel auf die restlichen Bundesländer. Die größten Wachstumsmärkte sind derzeit die Bundesländer Steiermark und Kärnten, wie der Firmenchef mitteilte. Im Geschäftsjahr 2011/12 hat sich das Unternehmen aus dem deutschen und ungarischen Markt zurückgezogen. Eine erneute internationale Expansion ist für den Firmenchef derzeit kein Thema.

Der Personalmangel in Westösterreich stelle das Unternehmen vor große Herausforderungen. "Insbesondere in Tourismusregionen bekommen wir fast niemanden. Zudem ist es schwierig Leute zu halten", so Attensam auf Anfrage der APA. Das Unternehmen wirbt künftige Mitarbeiter auch in Bekanntenkreisen von bestehenden Mitarbeitern an, um dem Personalmangel entgegenzuwirken. Derzeit beschäftigt Attensam österreichweit je nach Saison zwischen 1.300 und 1.500 Mitarbeiter, so der Firmenchef.

Die Debatte um den 12-Stunden-Tag geht laut Attensam in die falsche Richtung, weil es in gewissen Branchen bereits einen 15-Stunden Tag gebe. Eine Flexibilisierung begrüßte der Firmenchef. Bei Attensam sei derzeit aufgrund von gesetzlicher Vorlagen ein 10-Stunden-Tag vorgeschrieben. "Wir haben per Gesetz einen 10-Stunden-Tag. Flexibilität wird in Zukunft wichtig sein, wir kommen aber mit dem was wir haben sehr gut aus." Mitarbeiter würden oft nicht verstehen, warum sie die Arbeit zu spezifischen Zeiten niederlegen müssen, so der Firmenchef.

Die umsatzstärksten Bereiche blieben im Geschäftsjahr 2017/18 die Hausbetreuung, gefolgt vom Winterservice. In Zukunft wolle sich das Unternehmen verstärkt auf die Wartung von Haustechnik fokussieren. Dieser Bereich wird laut Attensam immer wichtiger, da die technischen Komponenten in Liegenschaften immer komplexer werden.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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