Atomgespräche - PR-Experte sieht 100 Mio. Werbewert für Wien

Wien - Die letzte einwöchige Runde der Atomverhandlungen mit dem Iran hat Wien nach Einschätzung des PR-Experten Wolfgang Rosam einen Werbewert von rund 100 Millionen Euro gebracht. Gegenüber der APA verwies Rosam am Montag auf die zahlreichen Medienberichte und das weltweit verbreitete Bildmaterial. Müsste man in dieser Menge Werbematerial über Wien produzieren, käme man schätzungsweise auf diesen Wert.

Unter Bezugnahme auf Angaben aus dem Außenministerium berichtete Rosam, dass in den letzten Tagen "Vienna Talks" die Spitzenmeldung in CNN, BBC, Al-Jazeera - drei der bedeutendsten Nachrichtensender weltweit - gewesen sei. Am Höhepunkt der Atomgespräche waren rund 500 Journalisten anwesend gewesen, zu Beginn 250. Allein die renommierte "New York Times" hat nach Zählung Rosams in den letzten vier Wochen 45 Mal über die Atomgespräche in Wien berichtet.

Auch in sozialen Medien war das Thema sehr präsent - in den vergangenen fünf Tagen gab es auf Twitter unter dem Stichwort "#irantalksvienna" 58.000 Beiträge, so Rosam, der schon den Werbewert von Veranstaltungen wie den Songcontest, den Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner oder die Aktionen von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz berechnet hat.

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hatte nach Angaben seines Ministeriums bei seinem Antrittsbesuch am 7. Jänner 2014 in Brüssel bei der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton das Angebot unterbreitet, die Iran-Gespräche in Wien zu führen. Ashton bat um Details. Die politische Abteilung des Außenministeriums schnürte daraufhin ein Paket und übermittelte es. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz am 31. Jänner wurde entschieden, dass die Iran-Gespräche nach Wien verlegt werden. Seither gab es heuer mehrere Runden in Wien, die erste am 18. Februar.

Wenig erfreut könnte man im Iran über ein Detail sein, das in der Berichterstattung bisher vernachlässigt wurde. Das Pressezelt vor dem Palais Coburg, in dem die Verhandlungen stattfanden, stand auf dem Theodor-Herzl-Platz. Er ist benannt nach dem Vater der zionistischen Idee und Vordenker des jüdischen Staates, der mit der Gründung Israels 1948 verwirklicht wurde. Dessen Vernichtung hat sich die Führung in Teheran seit vielen Jahren auf die Fahnen geschrieben.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen