Atomabkommen mit dem Iran in greifbarer Nähe

Der Iran und die mit ihm verhandelnden sechs Staaten stehen kurz vor einem historischen Abkommen, das den mehr als zwölf Jahre andauernden Streit über das iranische Atomprogramm beenden könnte. Der letzte große Streitpunkt ist nach Informationen aus Verhandlungskreisen die Aufhebung des Waffenembargos gegen den Iran. Dennoch war es am Donnerstag noch unklar, ob die zuletzt bis Freitag verlängerte Frist für eine Einigung eingehalten wird.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte, sie könne innerhalb von Stunden erreicht werden. Dagegen berichtete der iranische Fernsehsender Press TV unter Berufung auf Diplomatenkreise, es sei denkbar, dass noch bis Montag verhandelt werde. Ein Vertreter des Westens bezeichnete den Bericht aber umgehend als unwahr.

Der stellvertretende iranische Außenminister Abbas Arakchi sagte, der Hauptteil des Abkommens einschließlich der fünf technischen Anhänge sei zu "etwa 96 Prozent" fertig. Die Aufhebung der Sanktionen sei weitestgehend vereinbart. Die iranische Forderung nach einem Ende des UN-Waffenembargos sei einer der noch umstrittensten Punkte. Russland machte klar, dass es diesen Wunsch Irans unterstütze. Der Westen ist hingegen wenig daran interessiert, dass angesichts der Konflikte im Nahen Osten der Iran sofort wieder Waffen importiert.

Der Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Atomwaffen zu streben. Die Teheraner Führung bestreitet dies. Sie verhandelt mit den fünf UN-Vetomächten USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland über eine Beilegung des Streits. Der Iran will mit dem angestrebten Abkommen sein Recht auf die Nutzung der Atomtechnologie durchsetzen. Seine Verhandlungspartner wollen verhindern, dass das Land an Atomwaffen gelangt und seine Nachbarn damit bedroht. Vor allem Israel sieht durch eine Aufrüstung Irans seine Existenz gefährdet.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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