Atom-Deal - Fasslabend: Österreich ist Tor des Iran zu Europa

Der Präsident der Österreichisch-Iranischen Gesellschaft, Werner Fasslabend (ÖVP), hat im Gespräch mit der APA und der "Wiener Zeitung" am Freitag die Wichtigkeit des Atom-Deals unterstrichen. "Österreich habe nun die Chance, als Tor Irans zu Europa vom Deal zu profitieren", so der ehemalige Verteidigungsminister.

Daher würden de facto alle großen wichtigen österreichischen Unternehmen - darunter OMV und Andritz - mit Bundespräsident Heinz Fischer am 7. September in den Iran fliegen, so Fasslabend weiter. "Österreich genießt einen ausgezeichneten Ruf in Teheran. Einerseits wegen der historisch guten Beziehungen und andererseits wegen der hohen Qualität der Produkte", ergänzt der Politiker.

Der Iran lechze nach einer mehrjährigen Phase der Isolation nach Investitionen und biete österreichischen Unternehmen im Öl- und Gasbereich, in der Industrie- und der Infrastruktur, im medizinischen und landwirtschaftlichen Bereich sowie bei der Umwelttechnologie und bei Gütern des gehobenen Bedarfs enorme Marktchancen.

"Auf der anderen Seite finden wir ein hochintelligentes und gebildetes Volk, das in etlichen Sparten wie etwa in der Nanotechnologie weltweit Spitzenleistungen erbringt", unterstrich der Experte.

Der Iran werde langfristig für die Öl- und Gasversorgung Europas von entscheidender Bedeutung sein, weil er über die zweitgrößten beziehungsweise drittgrößten Reserven verfüge.

Österreich und die EU könnten durch die Atom-Einigung ihre Beziehungen zum Iran wirtschaftlich, kulturell und politisch wieder neu aufbauen. Dies sei wichtig, weil der Iran mit einer Fläche 20 Mal so groß und einer Bevölkerung zehn Mal so groß wie Österreich neben Russland und der Türkei das höchste wirtschaftliche Potenzial in unmittelbarer geografischer Nähe zur EU besitze.

Umgekehrt sei der Iran aufgrund seiner zentralen Lage und seiner Größe ein Tor für österreichische Unternehmen in den Nahen Osten.

Durch das neu geschaffene Arbeitsverhältnis zwischen den USA und dem Iran gebe es eine erhöhte Chance für eine Stabilisierung des Nahen Ostens. Dies sei absolut notwendig, denn ein erfolgreicher Kampf gegen den "Islamischen Staat" (IS) sei nicht ohne und schon gar nicht gegen den Iran möglich, so Fasslabend.

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