Atlantik-Pazifik-Zug: Deutsche und Schweizer buhlen um Beteiligung

Die deutsche Regierung bemüht sich um eine Beteiligung deutscher und schweizerischer Unternehmen am Jahrhundertprojekt einer Bahnlinie quer durch Südamerika vom Atlantik zum Pazifik. Die Strecke könnte vom brasilianischen Hafen in Santos durch Bolivien zum peruanischen Hafen Ilo führen und soll rund 10 Mrd. US-Dollar (9,2 Mrd. Euro) kosten.

China und Brasilien hatten im Mai 2015 den Bau grundsätzlich vereinbart, so sollen Güter schneller nach China transportiert werden können - derzeit müssen Schiffe den Umweg um das Kap Hoorn nehmen.

Allerdings sind der genaue Trassenverlauf, die Finanzierung und der Zeitplan noch nicht final geklärt. Die Strecke wird aber mindestens 3.500 Kilometer lang sein. Unter Leitung des deutschen Verkehrsstaatssekretärs Rainer Bomba wird von Mittwoch bis Samstag eine Delegation mit Unternehmern Bolivien besuchen, und mit Präsident Evo Morales das Projekt erörtern. "Die geplante Bahnverbindung wird Bolivien und die gesamte Region Südamerika nachhaltig stärken", sagte Bomba der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere deutsche und schweizerische Unternehmen stünden bereit, das Jahrhundertprojekt zu unterstützen.

Konzerne aus Deutschland und der Schweiz wollen sich mit einem gemeinsamen Vorschlag bewerben, der den Bau der Infrastruktur, die Lieferung von Loks und Waggons sowie die Wartung der Züge beinhaltet. Auch wegen der schwierigen topografischen Begebenheiten waren in den letzten Jahrzehnten viele Linien eingestellt worden - einige Staaten setzen nun aber auf eine Renaissance des Bahnverkehrs in Südamerika.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte