Athener Staatsanwaltschaft will Ex-Siemens-Manager vorladen

Athen/München - Die Athener Staatsanwaltschaft will 17 Deutsche, die meisten ehemalige Siemens-Manager, wegen Schmiergeldzahlungen ihres Unternehmens in Griechenland vor Gericht ziehen. Wie am Montag aus Justizkreisen verlautete, wurde seit Beginn der Untersuchung im Jahr 2006 gegen etwa 80 Verdächtige ermittelt. Von ihnen sollten nun insgesamt 64 vorgeladen werden, unter ihnen die 17 Deutschen.

Ein Untersuchungsausschuss des Parlaments in Athen kam 2011 zu dem Schluss, dass Siemens dem Land durch jahrelange Bestechung griechischer Entscheidungsträger einen Schaden in Höhe von mindestens zwei Milliarden Euro zufügte. Im vorliegenden Fall soll Siemens im Jahr 1997 etwa 70 Millionen Euro Schmiergelder an die griechische Telekomgesellschaft OTE gezahlt haben, um einen Großauftrag für den Ausbau des Telefonnetzes in Griechenland zu erhalten.

Die Firma OTE kontrolliert weite Teile des Telekom-Markts in Griechenland und Südosteuropa. Sie ist mittlerweile zu 40 Prozent im Besitz der Deutschen Telekom.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

Newsticker

Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

Newsticker

Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

Newsticker

Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne