Athener Regierung berät neue Anleihe erst nach Eurogruppen-Treffen

Brüssel/Athen (APA/Reuters) - Die griechische Regierung will erst nach dem Treffen der Euro-Finanzminister in der kommenden Woche über eine weitere Anleihen-Platzierung beraten. Alle Bemühungen konzentrierten sich derzeit auf die Eurogruppen-Sitzung am 21. Juni, sagte der stellvertretende Wirtschafts- und Entwicklungsminister, Alexis Charitsis, am Mittwoch in Brüssel.

Dort erwarte Griechenland eine Vereinbarung über Schuldenerleichterungen. "Alle anderen Diskussionen finden nach dem 21. statt." Bei dem Treffen in Luxemburg geht es unter anderem um Laufzeitverlängerungen und Schonfristen von bis zu 15 Jahren für Teile der griechischen Schulden.

Das Land hatte 2010 den Zugang zum Kapitalmarkt verloren. Doch mittlerweile gelangen erste Tests für eine Rückkehr. So zapfte Griechenland in den vergangenen zwölf Monaten zwei Mal die Märkte an und begab dabei Anleihen mit siebenjähriger und mit fünfjähriger Laufzeit. Die Regierung in Athen will nach dem Ende des dritten Rettungsprogramms am 20. August einen Schlussstrich unter die internationalen Hilfen ziehen, die auch stets an umfangreiche Reformauflagen geknüpft waren. Die griechischen Behörden hatten zuletzt nach Informationen von Regierungsvertretern Pläne für eine neue Anleihenplatzierung um einige Monate nach hinten verschoben.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver