Athen: Schwierige Verhandlungen mit Gläubigern dauern an

Die neue Runde der Gespräche Griechenlands mit den internationalen Geldgebern über das Reformprogramm soll mindestens bis Donnerstag weitergehen. Am Freitag wollen die Kontrolleure der Gläubiger aus Athen abreisen und die Eurogruppe informieren. Die Euroland-Finanzminister treffen sich informell in Amsterdam. Dies berichtete das griechische Staatsfernehen (ERT) am Dienstag.

Im Mittelpunkt stehen hauptsächlich Sparmaßnahmen im Umfang von 5,4 Mrd. Euro. Zudem wird am Rande auch über ein sogenanntes "Sparprogramm auf Vorrat" in Höhe von etwa 3 Mrd. Euro gesprochen, berichtete übereinstimmend die griechische Finanzpresse. Dieses Reserve-Sparprogramm soll in Kraft treten, falls Athen das von den Gläubigern gesetzte Ziel eines primären Überschusses (ohne Schuldenbedienung) 2018 nicht erreichen sollte.

Vorrang haben jedoch nach Ansicht Athens die bereits vereinbarten Maßnahmen in Höhe von rund 5,4 Mrd. Euro. Über ein entsprechendes Gesetzesbündel zu einer Steuer- sowie einer Rentenreform mit diesen Sparvorhaben soll das Parlament in Athen erst kommende Woche oder sogar nach dem orthodoxen Osterfest am 1. Mai abstimmen, hieß es aus Kreisen der Regierung. Die Zeit drängt: Im Juli muss Athen EZB-Milliardenkredite zurückzahlen. Das Geld dafür hat Athen derzeit nicht.

Berlin (APA/AFP) - Mehr als tausend Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sowie Unterstützer haben am Mittwoch in der Hauptstadt für den Erhalt der Jobs bei der Airline demonstriert. Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sprach am Nachmittag von rund 1.300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, das habe die Erwartungen der Gewerkschaft "bei weitem übertroffen".
 

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Air-Berlin-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Großbanken in der Eurozone sollen maximal vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Erstmals würden verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt, erklärte der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, am Mittwoch.
 

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EU gibt Banken vier Jahre für Aufbau von Krisen-Puffer

Berlin/Frankfurt (APA/Reuters) - In der "Cum-Cum"-Affäre um Steuertricks mit Dividendenpapieren rechnen zahlreiche deutsche Banken mit Straf- und Steuernachzahlungen. 77 Institute erwarten wegen der Steuertricks Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, wie es in einer Reuters vorliegenden Antwort des deutschen Finanzministeriums und der Finanzaufsicht BaFin auf eine Anfrage der Grünen heißt.
 

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Deutsche Banken stellen wegen Steuertricks halbe Milliarde zurück