Athen will Privatisierungserlöse in Pensionen statt Schulden stecken

Athen - Die griechische Regierung will mit künftigen Privatisierungserlösen Pensionen und andere Sozialleistungen bezahlen - und nicht ihre Schulden. "Wir schaffen eine neue Behörde, deren Einnahmen in die Finanzierung der Sozialpolitik fließen", sagte Vizefinanzministerin Nadia Valavani am späten Montagabend vor einem Parlamentsausschuss in Athen.

Der neue Chef der Privatisierungsbehörde Taiped, Stergios Pitsiorlas, kündigte überdies an, die hoch umstrittene Privatisierung des Flughafens Hellinikon durch die Vorgängerregierung werde auf den Prüfstand gestellt.

Die Ankündigungen dürften bei den anderen Euro-Staaten für Stirnrunzeln sorgen. Athen hatte sich Ende Februar verpflichtet, keine einseitigen Entscheidungen zu treffen, die die Sparziele des Rettungsprogramms weiter in Gefahr bringen könnten. Allerdings hatten es auch die früheren Regierungen nicht ansatzweise geschafft, die mit der Gläubiger-Troika vereinbarten Privatisierungsziele zu erreichen, 2014 waren sie zwei Milliarden Euro unter dem Soll von 3,5 Milliarden Euro geblieben.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker