Asylwerber in Lehre - Laut SPÖ 10 Mio. Euro Profit für Steuerzahler

Linz (APA) - Asylwerber in Lehrberufen würden dem Steuerzahler bei konservativer Berechnung derzeit jährlich mehr als 10 Millionen Euro bringen, das rechnete die oberösterreichische SPÖ-Vorsitzende und Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer in einer Pressekonferenz am Donnerstag vor.

Die Asylwerber in Lehrberufen brauchen keine Grundversorgung mehr - Aufwand 6.053.342,11 Euro. Gleichzeitig leisten sie ihren Beitrag zur Sozialversicherung - nämlich 4.615.120,62 Euro. Somit profitiere der Staat und damit der Steuerzahler mit über 10 Millionen Euro von diesen Beschäftigungsverhältnissen, ist Gerstorfer überzeugt. Fast die Hälfte davon, mehr als 4 Millionen Euro, würde auf Oberösterreich entfallen. Nebeneffekte wie erhöhte Einnahmen zum Beispiel durch die Mehrwertsteuer seien nicht eingerechnet.

Gerstofer warf der Bundesregierung unter Berufung auf diese Zahlen vor, dass sie nicht nur menschenverachtend agiere, es fehle ihr auch gesunder Hausverstand: "Wenn man so agiert wie die schwarz-blaue Regierung, dann kann man das Geld auch gleich beim Fenster rausschmeißen, das hat denselben Effekt."

Als Basis für die Berechnung zog sie die jüngsten Zahlen vom Arbeitsmarktservice mit Stand 27. August heran. Demnach haben in Österreich 1.153 Burschen und 49 Mädchen eine aufrechte Beschäftigungsbewilligung in einem Mangelberuf, zitierte Gerstorfer. Fast die Hälfte davon - konkret 595 - ist in der Gastronomie als Koch, Restaurantfachmann oder Gastronomiefachmann beschäftigt. 751 von ihnen befinden sich im ersten, 333 im zweiten und 118 im dritten Lehrjahr. Mit 892 kommt der Großteil dieser jungen Leute aus Afghanistan.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018