Assekuranz 2018 schwach gestartet: Rückgang in Leben und bei Erträgen

Wien (APA) - Österreichs Versicherungswirtschaft ist schwach ins heurige Jahr gestartet. In den Sparten Kranken sowie Schaden- und Unfall wurde bis März zwar mehr eingenommen, in Leben aber um fünf Prozent weniger. Die klassische Leben büßte sogar 8,4 Prozent ein. Das addierte EGT der Branche brach um 32,8 Prozent ein, geht aus dem Quartalsbericht der Finanzmarktaufsicht (FMA) von Donnerstag hervor.

An verrechneten Prämien nahm die Assekuranz mit 5,23 Mrd. Euro um 0,21 Prozent mehr ein als im ersten Quartal 2017. Das stärkste Plus gab es mit 4,2 Prozent auf 568 Mio. Euro in der privaten Krankenversicherung. In Schaden/Unfall legten die Einnahmen um 2,3 Prozent auf 3,13 Mrd. Euro zu. Für die Lebensversicherung gab es dagegen 5,0 Prozent Minus auf 1,54 Mrd. Euro. Die Einmalerläge schrumpften hier um 13,3 Prozent auf 250 Mio. Euro, die laufenden Prämien um 3,2 Prozent. Zuwächse - von 5,2 Prozent - gab es lediglich bei fonds- und indexgebundenen LV-Polizzen.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle in der Lebensversicherung sanken von 1,9 auf 1,8 Mrd. Euro. Die Zahlungen für Rückkäufe im Berichtszeitraum machen rund 26,36 Prozent der Aufwendungen für Versicherungsfälle in der Sparte Lebensversicherung aus. Das Rückkaufvolumen hat um 2,81 Prozent zugenommen.

Die Ertragsdynamik schwächte sich in den ersten drei Monaten 2018 verglichen mit dem ersten Quartal 2017 laut FMA stark ab. Das versicherungstechnische Ergebnis am Heimmarkt sackte um 18,3 Prozent ab, das Finanzergebnis um 19,6 Prozent. Gleich um 32,8 Prozent auf 232,32 Mio. Euro schrumpfte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT). Die Summe aller Vermögenswerte (Marktwerte; ohne LV-Fonds- und -Indexpolizzen) sank im Jahresabstand um 1,61 Mrd. auf 108,63 Mrd. Euro.

Die österreichischen Versicherungsunternehmen seien aber trotz der Herausforderungen nach wie vor stabil aufgestellt, teilte die FMA heute mit. Die stillen Nettoreserven (Saldo aus stillen Reserven und stillen Lasten) seien zum Ende des ersten Quartals im Vergleich zum Vorquartal zwar um 3,8 Prozent auf 21,05 Mrd. Euro gesunken, das entspreche aber immer noch einer Reservequote bei den Kapitalanlagen von 23,34 Prozent. Auch die Solvabilitätsanforderungen nach Solvency II stellten der Branche ein zufriedenstellendes Zeugnis aus. Mehr als die Hälfte der Unternehmen verfüge über mehr als 230 Prozent des gesetzlich geforderten Mindest-Solvenzkapitals. Der Durchschnittswert (Median) aller Versicherer liege bei 253,3 Prozent (nach 236,8 Prozent im ersten Quartal 2017).

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen