Assad beziffert Kriegsschäden in Syrien auf 200 Milliarden Dollar

Moskau - Der syrische Präsident Bashar al-Assad hat den Schaden durch den Bürgerkrieg in seinem Land auf bisher 200 Milliarden US-Dollar (etwa 178 Milliarden Euro) beziffert. Der Wiederaufbau in Wirtschaft und Infrastruktur werde lange Zeit brauchen, sagte er in einem Interview, das die russische Agentur Ria Nowosti am Mittwoch veröffentlichte.

Dabei baue Syrien vor allem auf die Hilfe Russlands, Chinas und des Irans. "Natürlich erwarten wir, dass sich der Prozess hauptsächlich auf die drei Staaten stützt, die Syrien in Zeiten der Krise geholfen haben", sagte Assad. Jeder syrische Bürger werde russische Firmen begrüßen. Assad stellten ihnen "großen Spielraum" beim Wiederaufbau in Aussicht. Der Kampf gegen den Terrorismus in Syrien aber "sei noch lange nicht zu Ende", betonte er.

Wie die staatliche syrische Agentur Sana berichtete, bat Assad UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in einem Brief um Hilfe beim Wiederaufbau der historischen Oasenstadt Palmyra. Regimetruppen hatten die zentralsyrische Stadt mit ihrer UCESCO-Weltkulturerbestätte vor einigen Tagen von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zurückerobert. Die Jihadisten hatten mehrere berühmte Monumente zerstört.

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