Asiens Börsen wenig beeindruckt vom sino-amerikanischen Handelsdisput

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost blieben am Freitag vom Handelsdisput zwischen den USA und China überwiegend verschont. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 0,36 Prozent auf 21.567,52 Punkte.

Der Hang Seng Index in Hongkong gewann dagegen sogar klare 1,11 Prozent auf 29.844,94 Einheiten. Die Börse in Shanghai blieb dagegen feiertagsbedingt erneut geschlossen. In Südkorea ging der Kospi um 0,33 Prozent tiefer bei 2.429,58 Einheiten aus dem Handel.

US-Präsident Donald Trump hatte in der Nacht im Handelskrieg mit China zusätzliche Strafzölle in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar angedroht. Das Handelsministerium in Peking reagierte mit der Ankündigung, man werde "um jeden Preis" gegen den Protektionismus der USA ankämpfen.

Konjunkturdatenseitig rückten in Tokio monatliche Zahlen zu den Haushaltsausgaben in den Vordergrund. Im Februar sanken sie verglichen zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozent. Experten hatten dagegen mit einem leichten Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet. Am Devisenmarkt hielt sich die japanische Landeswährung zum US-Dollar stabil gegenüber dem Vortageswechselkurs.

Unter den Einzelwerten rückten in Japan Takeda Pharmaceuticals in den Vordergrund. Die Papiere des Konzerns gaben fünf Prozent ab. Der CEO des japanischen Unternehmens hätte zuvor den Kauf des britischen Branchenkollegen Shire befürwortet, gab die Nachrichtenagentur Reuters bekannt.

Die südkoreanischen Titel von Samsung Electronics traten ebenfalls in den Vordergrund. Für das erste Quartal sagte der Apple-Konkurrent einen Gewinn von 15,6 Billionen Won (12 Mrd. Euro) voraus, das sind 57,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Investoren haben diese Zahlen allerdings wenig beeindruckt. Die Papiere gaben 0,7 Prozent ab.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich kaum verändert. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 33.585,67 Zählern mit minus 0,03 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor unbedeutende 0,02 Prozent auf 5.886,90 Einheiten.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne