Asien-Börsen gehen mit Schwung in die neue Woche

Die asiatischen Aktienmärkte haben den Kursanstieg an der Wall Street am Freitag als Sprungbrett für ihren Wochenstart genutzt. Fast durchweg lagen die Indizes am Montag im Plus. In Tokio tastet sich der 225 Werte umfassende Nikkei-Index an die 20.000-Punkte heran. Er schloss mit 19.754 Zählern, ein Plus von knapp einem Prozent. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,7 Prozent zu auf 1592 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte 0,4 Prozent im Plus.

"Die Stimmung für japanische Aktien ist positiv, und die 20.000-Marke ist kurzfristig in Sicht", resümierte Isao Kubo von Nissay Asset Management. Einen deutlichen Kurssprung verzeichneten die Aktien des Pharmaunternehmens Eisai. Sie schossen in Tokio um 20 Prozent in die Höhe. Ein Brokerhaus hatte das Papier mit Verweis auf die Wirksamkeit eines neuen Alzheimer-Medikaments heraufgestuft.

Hintergrund der Kursanstiege am Freitag in New York und zu Wochenbeginn in Asien ist der Rückgang des Dollarkurses nach seinem Höhenflug in den vergangenen Wochen. Die Erwartungen eines baldigen Zinsanstiegs in den USA hatten die US-Währung beflügelt, zugleich aber auch Sorgen um die Gewinne weltweit agierender US-Unternehmen geschürt. Als die US-Notenbank Fed aber am Mittwoch ihre Wachstums- und Inflationserwartungen senkte, gab der Dollar wieder nach. Analysten sehen eine Zinsanhebung nicht mehr vor September. Die Aktienmärkte erhielten am Freitag dadurch einen neuen Impuls, der am Montag nun auch die asiatischen Börsen antrieb.

Der Euro notierte in Fernost deutlich über seinen in der vergangenen Woche erreichten Tiefständen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,0812 Dollar bewertet.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker