Asiaten bescherten Schweizer Schokoladen-Herstellern Umsatzplus

Nur noch ein Drittel der in der Schweiz hergestellten Schokolade wird auch in der Schweiz verkauft - und dieser Anteil schrumpfte 2015 zum zweiten Mal Folge. Schweizer Schokoladen-Hersteller legten nur dank dem Export zu.

Der heiße Sommer 2015, weniger Touristen und Schweizer, die im Ausland einkaufen - das sind die Gründe für rückläufige Schokoladen-Verkäufe im Inland, wie der Branchenverband Chocosuisse am Dienstag mitteilte.

Um 5,9 Prozent gingen die Verkäufe in der Schweiz 2015 im Vergleich zum Vorjahr zurück. Dabei verzeichneten Fertigprodukte und Halbfabrikate gleichermaßen einen Rückgang.

Der Pro-Kopf-Konsum ging um 0,6 Kilo zurück, lag aber immer noch bei 11,1 Kilo. Bereits 2015 war der Pro-Kopf-Konsum im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Kilo zurückgegangen. Doch diese Zahlen erzählen nur die halbe Wahrheit.

Denn was sich in diesen Zahlen nicht zeigt, ist, dass die Schweizer weniger Schweizer Schokolade und mehr Importprodukte aßen. Der Anteil der Importschokolade am Konsum im Inland hat sich von 37,2 Prozent auf 38,7 Prozent erhöht. Chocosuisse macht dafür den starken Franken verantwortlich, der zu einer Verbilligung der Importe geführt hat.

Trotz dieser wenig erfreulichen Zahlen im Inland haben die 18 Mitglieder des Branchenverbands ihren Umsatz um 0,7 Prozent auf insgesamt 1,47 Mrd. Franken (1,35 Mrd. Euro) gesteigert, obwohl die Verkaufsmenge um 1,3 Prozent auf 181.414 Tonnen zurückgegangen ist.

Stabilisierend war der Export. Zwar haben die Hersteller auf den meisten Exportmärkten rückläufige Zahlen erwirtschaftet. Aber die Schokolade-Esser in Belgien, den Niederlanden, in Australien, Singapur, den Vereinigten Emiraten und Japan haben für das leichte Plus der Schweizer Schokoladen-Hersteller gesorgt.

Rom (APA) - Das italienische Modelabel Giorgio Armani will der Produktion von Accessoires mehr Gewicht verleihen. "Derzeit generieren wir 85 Prozent des Umsatzes mit Bekleidung und 15 Prozent mit Accessoires. Wir wollen dieses Verhältnis auf 70/30 in drei Jahren ändern", so Modepapst Giorgio Armani.
 

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Armani will Produktion von Accessoires steigern

Moskau/London (APA/Reuters) - Der erste große Börsengang eines russischen Unternehmens in London seit Beginn der Sanktionen im Ukraine-Konflikt vor rund drei Jahren nimmt Formen an. Die Gruppe En+, in die der Industriemagnat Oleg Deripaska sein Aluminium- und Wasserkraft-Geschäft gebündelt hat, legte am Montag die Preisspanne auf 14 bis 17 Dollar je Hinterlegungsschein (GDR) fest.
 

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London steht vor erstem großen russischen Börsengang seit 2014

Berlin (APA/dpa) - Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin ist im ersten Halbjahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Das geht aus dem am Wochenende veröffentlichten Finanzbericht hervor. Demnach sind die Verluste in den ersten sechs Monaten auf fast 447,6 Mio. Euro gestiegen - gut 163 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz fiel zugleich von 1,7 auf rund 1,5 Mrd. Euro.
 

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Finanzbericht offenbart desolate Lage von Air Berlin