Asfinag-Betriebsrat fordert Klarheit über Eingliederung zur ÖIAG

Wien (APA) - Einmal mehr wehrt sich der Asfinag-Betriebsrat gegen eine angedachte - aber noch nicht offizielle - Eingliederung der Autobahngesellschaft in die Staatsholding ÖIAG. Das Ziel der ÖIAG-Reform, die bei Umsetzung Änderungen bringt, findet sich im SPÖ/ÖVP-Regierungspakt. Laut Asfinag-Betriebsrat wird eine 49-Prozent-Eingliederung der Asfinag in die ÖIAG überlegt. Dagegen will man "kämpfen".

In der kommenden Woche wird ein Treffen der Verhandler der beiden Regierungsparteien stattfinden. Dabei dürfte eine Teilung der ÖIAG dann Thema sein. Angedacht ist eine Beteiligungsholding mit den bisherigen Beteiligungen OMV, Post und Telekom sowie eine Infrastrukturholding, in die neben der 49 Prozent der Asfinag auch Anteile beispielsweise vom ÖBB-Schienennetz oder der APG kommen könnten. Bestätigt wird das offiziell nicht.

Jedenfalls droht der oberste Asfinag-Personalvertreter Roman Grünerbl in einer Aussendung am Mittwoch mit einem "Arbeitskampf", in den man gemeinsam mit den ÖBB-Beschäftigten ziehen werde, sollte man "das ÖIAG-Schicksal teilen müssen". Die Neugestaltung der Staatsholding ÖIAG sorgt auch bei der Eisenbahnergewerkschaft für Dauer-Aufregung.

Grünerbl sagt, man fühle sich mit der Asfinag "beim Verkehrsministerium sehr gut aufgehoben". "Es wäre Schwachsinn, wenn man die österreichische Verkehrsplanung vom Straßenbau trennen würde", so der Asfinag-Konzernbetriebsratsvorsitzende. Bezüglich einer zweiten ÖIAG-Gesellschaft hegt er Zweifel, vor allem deswegen weil die ÖIAG "eine staatliche Privatisierungsgesellschaft" sei. Grundsätzlich wolle man weder in die ÖIAG alt noch in die etwaige ÖIAG neu.

Eine Privatisierung der Asfinag sei "unzumutbar", eine Übertragung der Asfinag oder Teile von ihr in die ÖIAG brächte nur eine weitere Managementebene. Die Ungewissheit in der ÖIAG-Sache solle für die 2.600 Asfinag-Mitarbeiter beendet werden.

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