Aryzta-Aktien brechen nach weiterer Gewinnwarnung massiv ein

Zürich (APA/sda/awp) - Die Aktien des Schweizer Backwarenkonzerns Aryzta befinden sich am Donnerstag im freien Fall und büßen über einen Viertel an Wert ein. In der Früh hatte das Unternehmen, das seit einiger Zeit in der Krise steckt, überraschend die Umsatzangaben zum dritten Quartal publiziert und dabei die Prognose für den Betriebsgewinn (EBITDA) zurückgenommen.

Es ist die zweite Gewinnwarnung im laufenden Kalenderjahr, nach jener im Jänner. Die früheren Gewinnwarnungen sind kaum zu überblicken.

Bis um 10.30 Uhr fällt die Aryzta-Aktie um knapp 29 Prozent auf 14,80 Franken (12,76 Euro) zurück, das Tagestief liegt gar bei 14,05 Franken. Der Gesamtmarkt (SPI) steht 0,25 Prozent höher. Seit Jahresbeginn haben Aryzta mittlerweile über 60 Prozent verloren.

Die neuerliche Gewinnwarnung kommt nach der Ernennung eines neuen Chefs in Nordamerika für verschiedene Beobachter nicht überraschend. Dieser werde wohl in Nordamerika mit Altlasten aufräumen und reinen Tisch machen wollen, so der Tenor.

Die Gewinnwarnung zeige aber einmal mehr, in welch schwieriger Situation sich das Unternehmen befinde, heißt es in einem Kommentar von Baader Helvea. Der Broker bezeichnet das angekündigte Restrukturierungsprogramm als Beruhigungspille für die Investoren. Aryzta befinde sich im Überlebenskampf und sei nur etwas für Investoren mit Erfahrung für solche Spezialsituationen, so das Fazit von Baader Helvea.

Die Banken müssen nun ihre Prognosen für Aryzta im Gesamtjahr im Bereich von 10 Prozent nach unten revidieren, sind sich diese einig. Das Ausmaß der erneuten Gewinnwarnung dürfte aber das Sentiment für die Aktie noch viel stärker belasten.

Enttäuscht hat Aryzta aber nicht nur mit der Prognose für den Betriebsgewinn sondern auch mit der organischen Umsatzentwicklung von -1,2 Prozent. Hier hatten sich viele Beobachter eine Stabilisierung erhofft.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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