Arnold Schwarzenegger ruft Spitzenkräfte zum Klimagipfel in Paris

Paris/Wien (APA) - Der ehemalige Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, hat am Samstag rund 500 Führungskräfte aus Regierung, Wirtschaft, Finanzen, Wissenschaft und NGOs aus aller Welt zum "World Summit of Regions for Climate" in Paris geladen. Österreich war durch Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) vertreten

Dieser "Gipfel der Regionen" ist ein weiterer Schritt in Vorbereitung der großen UN-Klimakonferenz in Paris Ende 2015, die, so die Hoffnung, einen Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokoll bringen wird: einen Klimavertrag für über 190 Staaten, der 2020 in Kraft tritt. Rupprechter gab sich diesbezüglich im APA-Gespräch "vorsichtig optimistisch, dass das möglich sein wird", zumal der französische Präsident Francois Hollande dies zu einer seiner Hauptaufgaben gemacht habe.

Gastgeber sind der französische Rat für Wirtschaft, Soziales und Umwelt sowie die "Regions of Climate Action", eine 2010 von Schwarzenegger gegründete gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, Städte, Staaten, Provinzen und andere Regionen zusammenzuführen, um ein Netzwerk aus Klimarichtlinien und -aktionen von unten nach oben zu schaffen, die mit der Zeit zu umfassenderen Lösungen auf nationaler wie internationaler Ebene führen sollen. R20 verfolgt vor allem das Ziel, regionale Umweltprojekte zu unterstützen - ohne dabei unbedingt auf politische Unterstützung oder ein internationales Klimaabkommen zu warten.

"Können wir auf diese Sachen hoffen? Ja natürlich. Ich hoffe auch auf ein Kyoto II. Ich liebe Fortsetzungen", meinte der Schauspieler im Vorfeld. Man dürfe sich nicht davon paralysieren lassen, wenn auf der Ebene der "großen Politik" nichts weitergeht.

"Die R20-Konferenz soll zeigen, dass man auch ohne internationale Verpflichtungen mithilfe der Regionen der Welt schon etwas erreichen kann, und es geschieht auch viel", sagte Rupprechter am Samstag über die aktuelle Zusammenkunft. "Dieser 'bottom-up'-approach' (der Ansatz "von unten nach oben", Anm.) gemeinsam mit der Wirtschaft bringt schon etwas", betonte der Minister und verwies auf die 112 österreichischen Klima- und Energiemodellregionen, die durch den Klima- und Energiefonds unterstützt werden. Insgesamt wurden und werden durch den Fonds rund 62.000 heimische Projekte mit dem Ziel der Verringerung von CO2-Emissionen gefördert, sagte Rupprechter. Tragende Säulen seien eine Energiewende - erneuerbare statt fossile Quellen - und eine Mobilitätswende - noch mehr E-Mobilität und alternative Systeme wie Hybrid und Wasserstoff - sowie das Energiesparen. Wichtig sei, in solchen Maßnahmen keinen Gegensatz zum Wirtschaftswachstum zu sehen: "Die 'grüne Wirtschaft' schafft Jobs und wächst zweistellig."

Bei der Konferenz sollen Regionen, Städte, Unternehmen und Finanzinstitute aus unterschiedlichen Bereichen der "grünen Wirtschaft" sowie der Zivilgesellschaft miteinander vernetzt werden. Außerdem wird die Veranstaltung Gelegenheit bieten, die Schaffung und Finanzierung innovativer Projekte zur nachhaltigen Reduzierung von Treibhausgasemissionen auf globaler Ebene bekannt zu geben. Der Gipfel ist Teil der "positiven Agenda" der Vorbereitungen auf die COP21 und ein Handlungsaufruf für Führungskräfte weltweit auf subnationaler Ebene, sich zusammenzutun und eine Einigung zu universellen Richtlinien gegen die Klimaveränderung zu finden.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro