Arno Lippert wird neuer Schlumberger-Chef

Wien (APA) - Beim Sekthersteller Schlumberger kommt es mit Jahresanfang zu einem Chefwechsel: Der langjährige Vorstandsvorsitzende Eduard Kranebitter (60) zieht sich im Jänner 2018 aus dem aktiven Geschäft zurück und wechselt in den Aufsichtsrat. Neuer CEO wird Arno Lippert (52), zuletzt Geschäftsführer des Zigarrenherstellers Dannemann, gab Schlumberger am Donnerstag bekannt.

Der promovierte Volkswirt Lippert blickt den Angaben zufolge auf über 20 Jahre Erfahrung in der Getränke- sowie Nahrungs- und Genussmittelbranche zurück. Lippert war unter anderem bei Bitburger, British American Tobacco, Henkell, Oetker und Radeberger tätig.

Kranebitter wechselt mit April 2018 in den Aufsichtsrat des Sekthauses und werde sich künftig verstärkt Projekten im internationalen Umfeld des Getränkeunternehmens des Eigentümers widmen, heißt es in der Aussendung. Der gebürtige Tiroler war mehr als zwölf Jahre im Vorstand von Schlumberger, zehn Jahre davon als Vorsitzender.

Als größten Wermutstropfen in seiner Zeit an der Unternehmensspitze bezeichnet Kranebitter die Wiedereinführung der Sektsteuer im Jahr 2014, die positive Entwicklungen "mit einem Schlag quasi über Nacht zunichte gemacht hat". In Folge brachen bei Schlumberger sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich ein, was das Unternehmen praktisch ausschließlich auf die "Zusatzbelastung durch die wettbewerbsverzerrende und diskriminierende Sektsteuer" zurückführte, wetterte Kranebitter damals.

Mit der neuen ÖVP-FPÖ-Regierung keimt jedoch wieder Hoffnung auf: Diese möchte Auswirkungen und Verwaltungskosten aller Bagatellsteuern "mit dem Ziel einer signifikanten Reduktion" evaluieren, konkret genannt wird im Regierungsprogramm die Schaumweinsteuer.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder