Argentinien-Währungskrise: IWF signalisiert Bereitschaft zur Hilfe

Buenos Aires (APA/dpa) - Der argentinische Peso ist auf einen historischen Tiefstand gefallen. Und das, nachdem Präsident Macri den Internationalen Währungsfonds (IWF) um rasche Hilfe gebeten hat. Mit vorzeitig ausgezahlten Geldern für sein Land will Argentiniens Präsident Mauricio Macri die Märkte beruhigen.

Macri hat den IWF darum gebeten, dass bereits vereinbarte Hilfen frühzeitig an sein Land ausgezahlt werden. Ein "Vertrauensmangel in die Märkte" habe ihn zu diesem Schritt bewogen, sagte der Präsident in einer Fernsehansprache am Mittwoch (Ortszeit). Doch der Peso gab dennoch um 8,2 Prozent nach und sank auf einen historischen Tiefstand von 34,50 Peso für einen US-Dollar.

Der IWF signalisierte Bereitschaft, Argentinien zu helfen. Sie habe die IWF-Mitarbeiter angewiesen, die zeitliche Staffelung des Finanzprogramms zu prüfen, teilte IWF-Chefin Cristine Lagarde mit. "Ich habe unsere Bereitschaft betont, die Regierung (Argentiniens) bei der Entwicklung ihrer überarbeiteten politischen Pläne zu unterstützen", sagte Lagarde nach einem Telefongespräch mit Macri.

Nach einer starken Abwertung der Landeswährung hatte Argentinien mit dem IWF im Juni eine Finanzhilfe von bis zu 50 Mrd. Dollar (43 Mrd. Euro) vereinbart. Zu einer ersten Tranche von 15 Mrd. Dollar hatte das südamerikanische Land sofortigen Zugang erhalten. Der verbleibende Betrag sollte über die dreijährige Laufzeit zur Verfügung gestellt werden. Zuvor hatte Argentinien noch angedeutet, dass es den Rest nicht unbedingt nutzen würde.

Im Laufe des Jahres hatte der Peso bereits 82 Prozent seines Werts verloren. Die Inflation in dem südamerikanischen Land ist in diesem Jahr um 20 Prozent gestiegen.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen