Argentinien bei Einigung mit Gläubigern auf der Zielgeraden

New York/Buenos Aires - Rund 14 Jahre nach der Staatspleite Argentiniens nähert sich der langwierige Schuldenstreit mit seinen Gläubigern dem Ende. Das südamerikanische Land konnte mit sieben weiteren Klägern eine Einigung erzielen, wie der von einem US-Gericht eingesetzte Vermittler Daniel Pollack in der Nacht zum Donnerstag mitteilte.

Diese Gläubiger - darunter die Großbank BNP Paribas - halten Anleihen Argentiniens im Volumen von 190 Mio. Dollar (173 Mio. Euro). Damit hat die Regierung in Buenos Aires insgesamt Vereinbarungen in Höhe von 6,4 Mrd. Dollar getroffen und somit den Streit mit mehr als 85 Prozent der Kläger prinzipiell beigelegt.

Nach der Staatspleite im Jahr 2002 hatte sich die Regierung mit den meisten Geldgebern auf einen Schuldenerlass und einen Umtausch von Anleihen geeinigt. Mehrere Hedgefonds kauften die Bonds damals zu vergleichsweise günstigen Preisen auf, verweigerten aber einen Schuldenschnitt. Eine Einigung mit Investoren könnte Argentinien helfen, wieder an frisches Geld zu kommen. Das Land plant im April eine milliardenschwere Bondemission.

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