Arbeitszeit - Christgewerkschafter Kimberger kritisiert die Regierung

Wien (APA) - Mit Paul Kimberger kritisiert ein weiterer prominenter Christgewerkschafter die Bundesregierung. Ihn empört der Umgang von ÖVP und FPÖ mit den Sozialpartnern, vor allem jener mit den Arbeitnehmern etwa beim 12-Stunden-Tag, berichtet die "Tiroler Tageszeitung" laut Vorabmeldung. Er befürchte, "dass mit dieser Art und Weise alle verlieren werden", so der Chef der Pflichtschullehrergewerkschaft.

Kimberger ortete eine "sehr bedenkliche und schlechte Entwicklung. Die Sozialpartnerschaft ist ein Erfolgsmodell, um das Österreich beneidet wird - weil unterschiedliche Interessen am Verhandlungstisch geklärt werden". An Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) gerichtet meinte er: "Diese Herrschaften sollten sich überlegen, dass man Reformen nur mit den Leuten machen kann, nicht gegen sie. Das wird nicht funktionieren."

Als Christgewerkschafter gehe es ihm schlecht, weil er Maßnahmen wie die Kürzung der Mindestsicherung sehr skeptisch sehe. "Da leiden die Schwächsten", so Kimberger: "Man wird in den Schulen merken, dass es in Österreich wieder vermehrt Kinderarmut gibt. So etwas darf es in einem wohlhabenden Land wie Österreich nicht geben."

London (APA/dpa) - Die Übernahmeschlacht um das britische Medien- und Telekommunikationsunternehmen Sky zwischen dem Murdoch-Konzern 21st Century Fox und US-Kabelkonzern Comcast soll per Auktion entschieden werden. Das teilte die britische Übernahmekommission am Donnerstag mit.
 

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Murdoch gegen Comcast: Auktion entscheidet Sky-Übernahmeschlacht

Frankfurt (APA/Reuters) - Tarifabschluss in der deutschen Chemiebranche: Die 580.000 Beschäftigten bekommen im Schnitt 4,6 Prozent mehr Lohn. Die Einigung sieht Entgeltsteigerungen von 3,6 Prozent vor, wie die Gewerkschaft IG BCE nach Abschluss der zweiten Bundesrunde der Verhandlungen am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das Urlaubsgeld für Vollzeitbeschäftigte soll auf 1.200 Euro verdoppelt werden.
 

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Deutsche Chemiebranche - Löhne steigen im Schnitt um 4,6 Prozent

Frankfurt (APA/Reuters) - Bundesbankchef Jens Weidmann hat erneut grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, für die Nachfolge von Mario Draghi auf dem Chefposten der EZB zur Verfügung zu stehen. Auf die Frage des "Handelsblatts", ob er sich den Job zutrauen würde, sagte er: "Ich bin der Auffassung, dass alle europäischen Notenbankchefs den Anspruch haben sollten, Geldpolitik maßgeblich gestalten zu wollen."
 

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Weidmann rechnet erst Mitte 2019 mit Entscheidung zu Draghi-Nachfolge