Arbeitszeit - Ärztekammer beklagt unsachlich geführte Diskussion

Wien (APA) - Die Ärztekammer beklagt, dass die Diskussion über den geplanten 12-Stunden-Tag unsachlich geführt werde. Im Gespräch mit der APA meinte der Vizepräsident und Obmann der angestellten Ärzte, Harald Mayer: "Kein Spital würde ohne einen 12-Stunden-Tag funktionieren." Nicht nur Ärzte und Pflegepersonal würden 12 Stunden arbeiten, sondern auch das medizinisch-technische Personal und in einigen Fällen sogar die Portiere.

Mayer betonte, dass die 12-Stunden-Dienste auch für die Kontinuität der Patientenversorgung gut seien. Damit gebe es pro Tag nur eine Übergabe und die größte Fehlerquelle liege eben in den Dienst-Übergaben. Auch für das Personal seien die längeren Dienste gut, meinte der Ärztekammer-Vize. Damit könnten sie größere Freizeitblöcke genießen, schloss er sich der Argumentation der Regierung an. Als Beispiel nannte er, dass Ärzte nach zwei 24-Stunden-Diensten den Rest der Woche frei haben könnten.

Der Ärztekammer-Vizepräsident betonte, dass die Möglichkeit für längere Arbeitszeiten im Rahmen von Kollektivverträgen vereinbart werden sollte. Er verwies darauf, dass es die 12-Stunden-Dienste auch in anderen Bereichen gebe - etwa bei der Exekutive, der Feuerwehr oder bei den ÖBB.

Zum Argument, dass zu viele Überstunden die Gesundheit gefährden könnten, gestand Mayer zu, dass 12-Stunden-Dienste langfristig belastend seien, wenn man sie über einen längeren Zeitraum absolviere. Studien würden belegen, dass vor allem nach der 13. Stunde die Konzentration abnehme und die Gesundheitsgefährdung steige.

Lauda-Airline kann Mitarbeitern in Deutschland Gehalt nicht auszahlen

Lauda-Airline kann Mitarbeitern in Deutschland Gehalt nicht auszahlen

Der Streit zwischen der Ryanair-Tochter Laudamotion und der Gewerkschaft …